Porsche-Absatz im 1. Quartal 2026: Rückgang um 15 Prozent

Im Vergleich zum Vorjahresquartal musste Porsche insgesamt einen Absatzrückgang um 15 Prozent hinnehmen. Der Grund sind vor allem der Wegfall von Cayman und Boxster, sowie in Europa auch des Verbrenner Macan. Der 911 legt zu.

Porsche hat im ersten Quartal 2026 weltweit 60.991 Fahrzeuge an Kunden übergeben und damit 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Während die Sportwagenikone 911 deutlich zulegen konnte, belasten der Auslauf des 718 mit Verbrennungsmotor, Sondereffekte beim elektrischen Macan und gestrichene Steuervergünstigungen in den USA die Gesamtbilanz.

Märkte

  • Deutschland: 7.778 (+4%)

  • Nordamerika: 18.344 (-11%)

  • China: 7.519 (-21%)

  • Europa (ohne Deutschland): 14.710 (-18%)

  • Übersee- und Wachstumsmärkte: 12.640 (-20%)

  • Ingesamt: 60.991 (-15%)

Besonders bitter ist der langfristige Rückgang in China: Das Land war im ersten Quartal 2021 mit 21.991 Auslieferungen noch klar der stärkste Markt und hat seitdem fast zwei Drittel des Volumens verloren.

Hier geht es um die Geschäftszahlen 2025, der Restrukturierung und dem Ausblick für 2026.

Porsche Macan 2024

Der elektrische Porsche Macan verkaufte sich schlechter im ersten Quartal 2026.

Erfolgreichste Modelle

Bestseller im ersten Quartal bleibt der Cayenne mit 19.183 Auslieferungen, was einem leichten Rückgang von 4 Prozent entspricht. Die vollelektrische Variante wird ab Sommer stufenweise in die Märkte eingeführt und könnte das Modell im weiteren Jahresverlauf beleben.

Hier haben wir die stärkste Verbrenner-Variante des aktuellen Cayenne getestet.

Der eigentliche Star des Quartals ist aber der 911. Mit 13.889 ausgelieferten Fahrzeugen legt die Sportwagenikone um beachtliche 22 Prozent zu. Auffällig ist dabei der hohe Anteil an GTS-, Turbo- und GT-Modellen, die in der aktuellen Generation 992.2 besonders gefragt sind. Damit unterstreicht Porsche seinen Anspruch als Sportwagenschmiede und beweist, dass die Begeisterung für den Elfer ungebrochen ist.

Hier haben wir den neuen 911 Targa 4 GTS mit T-Hybrid getestet

Beim Macan stehen 18.209 Auslieferungen zu Buche, ein Minus von 23 Prozent. Davon entfallen 10.130 Fahrzeuge auf die Variante mit Verbrennungsmotor, die Porsche außerhalb der EU noch bis Sommer 2026 parallel anbietet. Auf den vollelektrischen Macan entfallen 8.079 Stück. Der verlangsamte Hochlauf der Elektromobilität, der starke Vorjahresstart und die gestrichenen US-Steuervorteile drücken hier auf die Bilanz.

Hier sind wir als Verbrennerfans den elektrischen Macan Turbo gefahren.

Der Panamera kommt auf 4.498 Auslieferungen, ein deutlicher Rückgang von 42 Prozent. Hauptgrund ist eine temporäre Angebotslücke im wichtigen chinesischen Markt, wo Porsche ab April die neuen „Pure Editions" mit besonders attraktivem Interieur- und Exterieurpaket einführt.

Der eingestellte 718, hier der Spyder RS, wird von den Kunden vermisst.

Beim 718 Boxster und 718 Cayman sind die 1.792 Auslieferungen und das Minus von 60 Prozent ein logisches Ergebnis: Die Modellreihe wird seit Oktober 2025 nicht mehr produziert.

Hier geht es zum Test des letzten 718 Spyder RS.

Der Taycan verbuchte 3.420 Auslieferungen und liegt damit 19 Prozent unter dem Vorjahr.

Den Taycan 4 Cross Turismo haben wir in den winterlichen Alpen einem Test unterzogen.

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