Magnus Walker verkauft diese legendären Porsche
Magnus Walker hat mit seinen Outlaw-Porsche ein ganzes Genre geschaffen. Nun versteigert der Wahl-Kalifornier einen Großteil seiner Sammlung. Wir zeigen die 18 Porsche, die im März 2026 bei RM Sotheby’s unter den Hammer kommen.
Update vom 2. März 2026:
RM Sotheby’s hat bekanntgegeben, dass 18 der 162 Lose Porsche-Fahrzeuge sein werden. Von den geschätzt 30 Porsche, die Magnus Walker besitzt, bleiben ihm also noch rund ein Dutzend. Es gibt nun von allen 18 Fahrzeugen Bilder und Informationen, wir stellen sie und am Ende des Artikels vor und Magnus erzählt die spannende Geschichte hinter jedem Wagen, teilweise im Video mit Fahreindruck.
162 Stücke aus 40 Jahren Porsche-Geschichte
Er ist einer der einflussreichsten Porsche-Enthusiasten seiner Generation: Magnus Walker, bekannt als Urban Outlaw, trennt sich von einem Teil seiner ikonischen Sammlung. Das Auktionshaus RM Sotheby's hat eine Zusammenarbeit mit dem Briten angekündigt, der seit Jahrzehnten von Los Angeles aus die Porsche-Szene prägt.
Die Versteigerung umfasst Fahrzeugen aus Walkers persönlichem Besitz sowie eine umfangreiche Sammlung von Memorabilia und Teilen, die er über Jahrzehnte zusammengetragen hat. Insgesamt kommen 162 Lose unter den Hammer, von frühen Kurzheck-Elfern über die kraftvollen Turbos der folgenden Dekade bis hin zu den Transaxle-Porsche der Achtziger und Neunziger Jahre. Die Auktion bildet damit 40 Jahre Porsche-Geschichte ab.
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Magnus Walker mit seinem berühmten 277-Outlaw-Porsche.
Vom Traum zum außer Kontrolle geratenen Hobby
Walker kaufte seinen ersten Porsche 1992 im Alter von 25 Jahren. Seitdem hat er sich als Serienunternehmer, Modedesigner, Immobilienentwickler und Motivationsredner einen Namen gemacht. Seine eigentliche Berühmtheit verdankt er jedoch seinen kompromisslosen Porsche-Umbauten, die er selbst als Sports Purpose bezeichnet: fahrbereite Straßenfahrzeuge mit Rennwagen-Charakter.
Über die Entscheidung, sich von einem Teil seiner Sammlung zu trennen, sagt Walker: Als ich meinen ersten Porsche kaufte, bedeutete er alles für mich. Freiheit, Geschwindigkeit, ein Traum, der wahr wurde. Es war der Beginn meiner Liebesaffäre mit Porsche und zugleich ein persönliches Erfolgserlebnis. Ich hatte auf diesen Traum hingearbeitet und ihn erreicht. Irgendwann war dieses außer Kontrolle geratene Hobby zu einem Teil meiner Identität geworden. Jetzt fühlt es sich an wie eine Häutung, eine Art Wiedergeburt. Es hat Zeit gebraucht, bis ich bereit war, einige dieser Autos gehen zu lassen.
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Für Magnus Walker fühlte sich die Sammlung zuletzt wie eine Bürde an.
Autos müssen gefahren werden
Walkers Sammlung umfasst rund 30 Fahrzeuge, die er in einem Lagerhaus im Arts District von Los Angeles aufbewahrt. Die meisten fand er in schlechtem Zustand und verwandelte sie mit seinem unverwechselbaren Stil in Einzelstücke. Seine Philosophie: Autos müssen gefahren werden. Kratzer und Gebrauchsspuren gehören dazu.
Im Video erklärt Magnus seine Beweggründe:
Alle 18 Porsche der Auktion
1980 Porsche 924 Turbo
Magnus Walker über den Wagen:
„Mein 924 Turbo von 1980 – oder wie die Turbo-Brüder ihn nennen würden: der 931 – ist mein erster wassergekühlter Transaxle-924-Turbo, den ich 2014 gekauft habe. Er hat diese großartige Farbkombination aus Silber mit einem Anthrazit-Akzent.
Vielleicht das Bemerkenswerteste an ihm ist jedoch das ab Werk verbaute schwarz-weiße Pasha-Interieur. Dieses Auto verströmt den Charme der späten Siebziger und frühen Achtziger, und es ist eines jener Autos, das noch heute in dieser herrlichen Farbkombination Blicke auf sich zieht. Es fährt sich agil. Es macht Spaß, sobald der Ladedruck aufgebaut ist, und es ist tatsächlich ein perfekter Einstieg in die Welt des 924 Turbo.
Da ist er: mein 931 von 1980. Dieser hier ist für alle Transaxle-Fans da draußen. Besser geht's kaum.“
1980 Porsche 924 Turbo von Magnus Walker: Auffällige Zweifarblackierung. (Foto: RM Sotheby’s)
1995 Porsche 968
Magnus Walker über den Wagen:
„Mein 1995er 968 in Aventuringrün mit dem beigefarbenen Interieur ist vielleicht das schönste Transaxle-Auto, das ich besitze. Ich kaufte diesen Wagen 2019 vom ehemaligen Verkaufsleiter von Brumos Motors – meinem absoluten Lieblingsporsche-Händler – und erfuhr, dass Hurley Haywood ihn tatsächlich selbst gefahren hat. Noch ein weiteres cooles Stück Porsche-Geschichte.
Dies ist das letzte Produktionsjahr des 968 und mit Abstand das Beste aller wassergekühlten Vierzylinder-Frontmotor-Transaxle-Fahrzeuge. Allein die Qualität von Passform und Verarbeitung … und der Drei-Liter-Vierzylinder hat genau das richtige Maß an Drehmoment und Leistung, um ihn zum absoluten Fahrspaß-Champion dieser Baureihe zu machen. Mit perfekter Gewichtsverteilung und dem Sechsgang-Getriebe ist dies wirklich der Wagen, den man haben muss.“
1995 Porsche 968 in Aventuringrün: „Der schönste Transaxle-Porsche, den ich besitze.“ (Foto: RM Sotheby’s)
1978 Porsche 928 Magnus Walker
Magnus Walker über den Wagen:
„Dies ist das Auto, das den ikonischen 911 ersetzen sollte. Das gelang ihm zwar nicht, doch es schuf sein ganz eigenes Vermächtnis, das fast 50 Jahre später noch immer spürbar ist. Wenn man die Designsprache dieses Autos betrachtet, ist sie zeitlos. Nicht zu vergessen: 1978 war er das Europäische Auto des Jahres. Wenn man auf die Mittelkonsole schaut – sie findet sich in jedem Porsche von heute, vom Taycan über den Macan bis hin zum 911. Dieses Auto war seiner Zeit weit voraus und zieht noch heute Blicke auf sich.
Dieser 928 von 1978 ist der erste 928, den ich je gekauft habe – vor etwa zehn Jahren. Er erstrahlt in dem großartigen Farbton Oakgreen Metallic, ohne Schiebedach, mit Fünfgang-Schaltgetriebe, auf bronzegoldenen Telefonfelgen und mit diesem Beige-Interieur. Er ist ein wirklich unterschätztes Auto.
Dank ihrer hervorragenden Gewichtsverteilung bieten diese Fahrzeuge ein ausgezeichnetes Fahrverhalten. Sie haben genug Leistung, Durchzugsvermögen im unteren Drehzahlbereich und Kraft im Mittendrehzahlbereich, um ein wirklich spaßiges und agiles Kurven-Auto zu sein – aber auch ein großartiger Alltagswagen und ein hervorragendes GT-Auto für Reisen. Denn ob man es glaubt oder nicht: Sie haben vier Sitze, reichlich Gepäckraum und ein wirklich einzigartiges Fahrerlebnis zu bieten.“
1978 Porsche 928 von Magnus Walker: Oakgreen mit bronzefarbenen Felgen (Foto: RM Sotheby’s)
1979 Porsche 928
Magnus Walker über den Wagen:
„Mein weißer 928 von 1979 mit Fünfgang-Schaltgetriebe ist der zweite 928, den ich je gekauft habe. Er rollt auf 15-Zoll-Telefonfelgen und hat ein wirklich cooles Interieur aus Schokoladenbraun-Leder. Das ist das, was ich einen großartigen Einstiegs-928 nennen würde. Ohne Schiebedach, mit manuellem Fünfgang-Getriebe. Der Grand-Touring-Wagen, das Auto für den denkenden Menschen.“
1979 Porsche 928 von Magnus Walker: „Großartiger Einstiegs-928.“ (Foto: RM Sotheby’s)
1992 Porsche 968
Magnus Walker über den Wagen:
„Mein schwarzer 968 von 1992 ist ein Auto, das ich in New Jersey gekauft habe und das mein New Yorker Auto war. Ich hatte diesen Wagen tatsächlich in New York City – ich verbrachte dort viel Zeit, als ich ihn 2019 kaufte.
Es ist das, was ich ein für Driver's Education, Bergstraßen und Trackdays ausgelegtes Auto nennen würde. Ich ließ es von Bob bei Stable Energies in New Jersey auf KW-Gewindefahrwerk umbauen. Es hat ein tief geschüsstes Momo Mod 7-Lenkrad und ist ein gut abgestimmtes, ausgewogenes, alltagstaugliches Trackcar im DE-Stil – agil, mit hervorragendem Handling und eine Menge Fahrspaß. Das also ist mein 968 von 1992.“
1992 Porsche 968 von Magnus Walker: Für Bergstraßen und Trackdays. (Foto: RM Sotheby’s)
1988 Porsche 944 Turbo
Magnus Walker über den Wagen:
„Ich glaube, mein goldener 944 Turbo von 1988 ist ein waschechtes kalifornisches Auto von Anfang an. Ich habe ihn 2018 erworben, und er ist in wirklich, wirklich gutem Zustand – Champagnergold außen, dunkles Schokoladenbraun innen, ein vollständig zeitgemäßer Rückblick auf das Jahr 1988. Aber er ist auch ein fantastisches Fahrauto – gerade genug Leistung, um temperamentvoll zu sein, und wenn der Ladedruck einsetzt, ist es purer Fahrspaß. Es ist ein Momentum-Auto, die Art, die jede Fahrt aufregend macht.“
1988 Porsche 944 Turbo von Magnus Walker: Goldener California Dream. (Foto: RM Sotheby’s)
1980 Porsche 924 Turbo ‘Holbert Racing’ Widebody
Magnus Walker über den Wagen:
„Mein 1980er 924 Al Holbert Widebody Turbo ist wirklich, wirklich ein besonderes Auto. Es wurde ursprünglich am 31. Juli 1980 an Herman Miller Porsche in New Jersey ausgeliefert. 1983 wurde das Al Holbert Widebody-Kit am Auto verbaut – ebenfalls in New Jersey. Man muss bedenken: Al Holbert war Porsche-Werksfahrer, Rennfahrer und Händler – er fuhr in Le Mans, hatte seinen eigenen Händlerbetrieb und bot Anfang der Achtziger seine eigene Version einer Widebody-Fiberglas-Umrüstung für den 924 Turbo an, die auf dem Le-Mans-Rennauto 924 GTP von 1980 basierte. Das ist 45 Jahre her – seiner Zeit weit, weit, weit voraus.
Dieses ganz besondere, einzigartige Auto habe ich vor 10 Jahren, im Jahr 2016, vom dritten Besitzer erworben. Es rollt auf einem Satz sehr seltener dreiteiliger BBS-Felgen – neun Zoll vorne und elf Zoll hinten. Hinzu kommt der Racing-Martini-Streifen, der sich an der Seite entlangzieht, und das wirklich, wirklich coole Interieur – all das macht dieses Auto zu einem wahrlich ganz besonderen Fahrzeug.“
Der Porsche 924 Turbo von 1980 trägt ein Widebody-Kit von Holbert Racing (Foto: RM Sotheby’s)
1987 Porsche 944
Magnus Walker über den Wagen:
„Mein schwarzer 944 von 1987 mit Saugmotor ist tatsächlich der erste 944, den ich gekauft habe. Er war Teil meiner wassergekühlten Transaxle-Sammlung aus 924-, 928-, 944- und 968-Modellen. Diesen Porsche besitze ich wahrscheinlich seit sieben oder acht Jahren, obwohl ich ihn nicht wirklich viel gefahren bin. Er ist der perfekte Kandidat für ein Track-Car, ein Canyon-Car oder eine richtig coole Leinwand für einen Rallye-Wagen oder ein Art Car.
Die Entscheidung überlasse ich euch.“
Der erste Porsche 944, den Magnus Walker Walker gekauft hat: Ein schwarzer Sauger von 1987. (Foto: RM Sotheby’s)
1976 Porsche 911 Carrera 2.7 MFI
Magnus Walker über den Wagen:
“Das hier ist, ironischerweise, vielleicht eines der seltensten Autos, die ich besitze: ein 1976er 911. Aber es ist ein 911 2.7 MFI, was bedeutet, dass es exakt der gleiche 2.7 RS MFI-Motor ist, den man im heiligen Gral findet, dem 1973er RS Carrera. Und wenn man die Zahlen zusammenrechnet, ist der 2.7 MFI der 911 mit der niedrigsten Stückzahl, den Porsche je gebaut hat.
Dabei habe ich ihn nicht einmal gesucht, als ich ihn gekauft habe.“
Der seltene Porsche 911 Carrera 2.7 MFI von 1976, den Magnus Walker versteigern lässt. (Foto: RM Sotheby’s)
Ich wollte eigentlich einen 64er und hatte sogar eine Anzeige geschaltet: „Gesucht: 64er 911.“ Dieser Typ rief mich an und sagte: „Hey, mein Bruder hat einen alten 76er 911, hättest du Interesse?“ Und ich sagte, klar, schick mir ein paar Fotos. Also schickt er mir buchstäblich fünf schlechte Fotos, und beim fünften Foto, dem Motor, dachte ich: Wow, das ist interessant. Dieses Auto sollte eigentlich eine CIS-Einspritzung haben, aber auf den Bildern war das MFI-Einspritzsystem und eine Bosch MFI-Pumpe zu sehen. Das weckte mein Interesse, aber da ja alles austauschbar ist, dachte ich einfach, dass der Motor im Auto irgendwann getauscht worden war.
Aber dann fragte ich den Typ nach der Fahrgestellnummer und holte das Red Book heraus, die Bibel, den heiligen Gral der Porsche-Fahrgestellnummern, ging zum Jahr 1976 und arbeitete mich durch die Motornummern und Seriennummern für das Chassis. Aber ich konnte die Fahrgestellnummer nicht finden. Es gab keine VIN mit einer Neun in der Mitte. 911 ist natürlich das Modell, die Sechs bezieht sich auf das Jahr 76, aber die Neun existierte in diesem Red Book nicht. Dann ging ich zufällig online und fand einen sehr ausführlichen, detaillierten Bericht über ein ähnliches Auto, der zeigte, dass eine Neun in der Fahrgestellnummer ein Homologationsfahrzeug bedeutet. Etwas wirklich Seltenes.
Also überwies ich ihm noch am selben Tag das Geld und holte das Auto am nächsten Tag ab.
Es hat die SC Carrera-Kotflügelverbreiterungen, aber abgesehen davon sieht es einfach wie ein ziemlich normaler G-Modell-Wagen aus den 70ern aus. Und wann immer Leute das Lager besuchen kommen, frage ich sie immer, ob sie wissen, was das für ein Auto ist, und niemand weiß es wirklich, weil es nicht besonders auffällt. Und das mag ich irgendwie daran.
Kürzlich habe ich die Sitze gegen diese Tartan-Velours-Sportsitze getauscht und einen Entenbürzel hinzugefügt, den Carrera-Schriftzug an der Seite und die Haube in dem lackieren lassen, was ich gerne R- oder ST-Zweifarbenlackierung nenne. Auch wenn ich einige persönliche Akzente gesetzt habe und es neu lackiert wurde, bleibt das Auto sehr original. Es hat seinen Originalmotor und kommt mit einem Porsche-Echtheitszertifikat.
Es ist einfach ein bemerkenswertes Stück Porsche-Geschichte.“
Im Video stellt Magnus den seltenen 911 vor und fährt ihn über kurvige Bergstraßen in Kalifornien:
1976 Porsche 911 Turbo
Magnus Walker über den Wagen:
„Mein 1976er 930 in Minervablau ist ein Euro 930 Turbo und tatsächlich der zweite Turbo, den ich je gekauft habe. Ironischerweise hat Rod Emery mich darauf aufmerksam gemacht. Es gehörte einem seiner Kunden, der es loswerden wollte.
Das ist ein in der Schweiz ausgelieferter Euro 930, ohne Schiebedach. Die europäischen und restlichen Weltmarkt-3-Liter-930-Turbos haben etwas mehr Leistung als die US-Fahrzeuge. Die US-Spezifikation liegt bei 240 PS und die Europa-Version bei 260 PS. Gleicher Motor, alles gleich, außer einem anderen Nockenwellenprofil, das etwas mehr Leistung bringt. Immer noch der 3-Liter, immer noch das Viergang-Getriebe. Aber als Europafahrzeug hat es die kleineren europäischen Stoßstangenreiter, die wahrscheinlich halb so groß sind wie die US-Spezifikation. Und ohne Schiebedach gibt es etwas mehr Kopffreiheit, und es wirkt einfach etwas schlanker.
Der Porsche 911 Turbo von 1976 trägt die Outlaw-Wheels von Magnus Walker. (Foto: RM Sotheby’s)
Das andere optisch interessante Detail am Auto ist, dass es in einem leicht anderen Farbton als dem originalen Minervablau nachlackiert wurde. Aber der Innenraum wurde ab Werk mit einem weißen Interieur bestellt, was für ein Schweizer Auslieferungsfahrzeug etwas gewagt erscheint.
Der minervablaue 930 Turbo fährt sich völlig anders. Nun ja, gleich, aber anders als ein US-Spezifikation-930-Turbo. Irgendwie fühlt er sich etwas schneller an. Vielleicht sind es diese 20 Extra-PS. Und er ist definitiv etwas wilder, denn was ich an diesem Auto habe machen lassen, war eine Art halbindividuelle Auspuffanlage namens Hooligan Exhaust, hergestellt von einer Firma namens RarlyL8 in Texas. Er hat also einen lauten, rauen Auspuff mit viel Turbo-Spooling, Nachzischen und Pfeifen im Schiebebetrieb.
Das wirklich Bedeutsame am minervablauen 1976er 930 Turbo ist, dass es das Auto war, das wir für die Premiere meiner Outlaw-Wheel-Zusammenarbeit mit den Jungs von Fifteen52 ausgewählt haben. Diese Felge war eine Art Neuinterpretation der originalen Fuchs, im Outlaw-Stil gemacht. Das erste Set Felgen, das wir je produziert haben, ist auf dem 930 Turbo montiert. Wir haben diese Felge im August 2014 im Red Bull Hauptquartier in Santa Monica präsentiert, kurz vor der Monterey Car Week.
Und die Farbkombination ist Minervablau mit dieser goldbronzefarbenen Outlaw-Felge mit schwarzer Mitte. Ich bezeichne ihn scherzhaft immer als meine Version eines Porsche Subaru. Einer für die Impreza-Jungs, weil er blau und gold ist.“
Im Video stellt Magnus den 911 und die eigenen Felgen dafür vor und fährt ihn durch LA:
1965 Porsche 911 Kurzheck
Magnus Walker über den Wagen:
„Mein 1965er 911 ist ein ziemlich seltenes und besonderes Auto: der 310. jemals gebaute 911, Fahrgestellnummer 300310. Ursprünglich Anfang 1965 an Brumos Porsche in Jacksonville, Florida ausgeliefert, ist er einer der ersten sechs 911er, die Brumos ins Land importiert hat.
Den 1965 Porsche 911 Kurzheck verzierte Magnus Walker mit Details in Schiefergrau, Burgund und Bronze. (Foto: RM Sotheby’s)
Das Auto wurde ursprünglich 1964 gebaut und Anfang 1965 fertiggestellt, und es ist eines, dem ich ziemlich lange hinterhergejagt bin. Ich musste einen Deal mit einem Typ ausarbeiten, der viel Geduld erforderte, und das war eine Sache, die ich von diesem 65er 911 gelernt habe: Man muss geduldig sein, wenn jemand darüber nachdenkt, ein Auto zu verkaufen. Manchmal wird man etwas zu eifrig, etwas zu interessiert, und plötzlich entscheiden sie, dass das Auto nicht zum Verkauf steht. Dieser Deal hat etwa neun Monate gedauert.
So wie das Auto jetzt dasteht, würde ich es als „Gentleman's Racer“-Lackierung bezeichnen, in Silber, Schiefergrau, Burgund und Bronze, auf 15-mal-6-Zoll-Fuchs-Felgen rollend, mit einigen Vintage-Scheel-Schalensitzen, um diesen sportlichen Mitte-der-Sechziger-Vibe abzurunden.
Im Video stellt Magnus den 1965 911 vor und fährt ihn über kurvige Bergstraßen in Kalifornien:
1967 Porsche 911 S Kurzheck
Magnus Walker über den Wagen:
„1967 war das Jahr, in dem ich geboren wurde, also habe ich eine Schwäche für alles aus 1967: den Summer of Love, die Musik, die damals herauskam, und besonders den 911 S. Ich habe sieben davon besessen, darunter an einem Punkt fünf gleichzeitig.
Der 911 S kam 1967 heraus und hatte im Wesentlichen eine andere Nockenwelle und andere Weber-Vergaser mit anderen Düsen, die die Leistung von 130 PS auf 160 PS erhöhten. Das war wirklich eine signifikante Änderung, fast 25 Prozent mehr Leistung als beim originalen 2.0-Liter, ohne den Hubraum zu vergrößern. Als Spitzenmodell (das „S“ steht für Sport) kam er auch mit einzigartigen Ausstattungsdetails. Es gab spezielle Zierleisten rund um das Armaturenbrett, entlang der Türoberseiten und um die Armlehnen, die ihn von einem normalen Kurzheck-Fahrzeug unterschieden. 1967 war auch das erste Jahr, in dem Porsche die Holzverkleidung am Armaturenbrett wegließ und zu einem mit Vinyl bezogenen Aluminium-Zierteil wechselte.
Aber wie auch immer, zurück zu diesem Auto. Und dieses hier hat eine ziemlich interessante Geschichte.
Vor zwanzig Jahren war der 67er S nichts Besonderes. Damals jagten alle den 996 GT3 und GT2 hinterher. Die wassergekühlten Porsches der modernen Ära waren die Autos, die man haben wollte. Die frühen Kurzheck-Fahrzeuge wurden wirklich nur von den eingefleischten, echten Enthusiasten geschätzt.
Ich habe die sportlichen Kurzheck-Fahrzeuge schon immer geliebt und fand dieses als Anzeige, die online herumschwirrte, irgendwie untergegangen im Gewühl. Ich druckte sie aus, legte sie auf meinen Schreibtisch und vergaß sie für sechs Monate. Als ich endlich anrief, siehe da, es er immer noch verfügbar. Sie hatten sogar den Preis reduziert! Ein Grund, warum das Auto noch verfügbar war: Obwohl es matching numbers hatte, war es nicht wirklich im Originalzustand. Es trug Turbo-Kotflügelverbreiterungen, und Kurzheck-Fahrzeugen stehen Breitbauten einfach nicht gut. Es liegt etwas an der Silhouette. Sie ist kurz und schmal, nicht muskulös und bullig. Es ist wie ein zierliches Model im Gegensatz zu einem üppigen Pin-up-Girl.
Also, wie auch immer, ich kaufte das Auto in Phoenix und brachte es zurück nach LA. Das wirklich Coole war, dass es noch seine Originalbleche hatte. Die Turbo-Verbreiterungen waren einfach aufgeschweißt worden. Das wusste ich, weil wenn man den Scheinwerfer herauszieht, der vordere Scheinwerfertopf mit den letzten drei Ziffern der Fahrgestellnummer gestempelt ist. Die Nummern waren da, was bedeutete, dass die Kotflügel nie entfernt worden waren. Jemand hatte einfach die Turbo-Verbreiterungen darauf gepfropft.
1967 Porsche 911 S Kurzheck: Magnus Walker ließ die Startnummer von Hand aufmalen. (Foto: RM Sotheby’s)
Was ich als nächstes tat, war meinen Kumpel, den Karosserie-Guru Frank Turner, das Auto entflaren zu lassen, unter Verwendung korrekter Kurzheck-Radläufe von einem Spenderfahrzeug, das ich in meiner Werkstatt hatte. Frank hat es buchstäblich ent-turbo-geflaret, während die Originalbleche die ganze Zeit am Auto blieben. Er schweißte sorgfältig die Kurzheck-Bögen wieder an die originalen vorderen Kotflügel und hinteren Seitenteile. Das Auto hatte noch die Kurzheck-Längslenker, was perfekt war. Das machte es viel einfacher, die Radläufe vorne und hinten korrekt zu positionieren und alles zu zentrieren, damit die Spaltmaße richtig aussahen.
Die andere Sache, die mir früh auffiel, war, dass sich das Auto spritziger anfühlte als ein normaler 2.0-Liter 67er S. Später, als ich einige Motorarbeiten machen ließ, fand ich heraus warum. Es war immer noch der originale Motor mit matching numbers, aber es war kein 2.0-Liter mehr. Er war auf 2.3 Liter aufgebohrt worden.
Obendrein hat er ein kurz übersetztes „Flughafen“-Getriebe. Es ist fantastisch für Bergstraßen und enges, kurviges Fahren, aber nicht so toll auf der Autobahn. Das Ergebnis ist, dass die Gänge eins bis vier einen genau im Leistungsband halten und sich super lebendig anfühlen, aber es gibt nicht viel in Sachen Höchstgeschwindigkeit. Er endet bei etwa 120 Meilen pro Stunde, was ehrlich gesagt ungefähr so schnell ist, wie man jemals fahren wollen würde.
Im Video stellt Magnus den 911 S vor und fährt ihn über kurvige Bergstraßen in Kalifornien:
2002 Porsche 911 GT2 (996)
Magnus Walker über den Wagen:
„Vor 25 Jahren war das Porsches Champion. Man konnte nichts Härteres bekommen als den GT2. Er ist komplett schwarz, ein Auto, das sein ganzes Leben in LA verbracht hat. Ich bin der dritte Besitzer. Er gehörte zuvor zwei erfahrenen Porsche-Club-Mitgliedern, die das Auto bei einer lokalen unabhängigen Porsche-Werkstatt hier in LA hervorragend gewartet haben.
Ich habe nicht unbedingt nach einem GT2 gesucht. Das erste wassergekühlte Auto, das ich bekam, war ein 996 GT3. Es war also eine nette kleine Sache, ein Paar von Porsches besten Top-of-the-Range-996-Fahrzeugen zu haben: den Saugmotor-GT3 und den aufgeladenen GT2. Aber ich erinnere mich nicht, dass es ein Auto war, das tatsächlich auf meiner Wunschliste stand. Es tauchte einfach zum richtigen Zeitpunkt zum richtigen Preis auf. Ich kaufte das Auto 2020.
Leistungstechnisch ist er unmodifiziert. Ich habe nichts daran gemacht. Das Interessante an diesem GT2, abgesehen davon, dass er schwarz ist, ist der Innenraum. Er ist komplett in diesem, nennen wir es, erdnussbutterfarbenenen Leder ausgeführt, einschließlich des Dachhimmels. Also ist alles mit Leder bezogen, nicht nur der Schaltknauf, sondern auch die Lüftungsdüsen, die CD-Halter, die Mittelkonsole. Ich denke, das war eine reichhaltig angekreuzte Werksoption, die vor 25 Jahren offensichtlich viel Geld gekostet hat.
Der Porsche 996 GT2 ist der letzte Handgeschaltete Turbo mit Heckantrieb. (Foto: RM Sotheby’s)
Der 996 GT2 ist tatsächlich Porsches letzter hinterradgetriebener Turbo. Der 996 Turbo war Allrad. Und er hat ein Sechsgang-Schaltgetriebe, er ist nicht wie der 991 GT2, der ein PDK hat. Er ist berauschend, nicht wie die früheren 3.0-Liter-Turbos, bei denen es Turboloch gibt. Dieser hier hat wirklich kein Turboloch: es ist einfach ein gewaltiger Vorschlaghammer-Schub. Aber es ist ein luxuriöses Auto, mit dem man tausend Meilen am Tag fahren könnte. Es ist ein großartiges GT-Reisefahrzeug und auch ein großartiger Alltagsfahrer, weil er eigentlich nicht ruppig ist. Er ist ziemlich zivilisiert, er ist wie ein Wolf im Schafspelz; ein britischer Boxer im Savile-Row-Anzug, der einen Punch hat.
Es ist der teuerste Porsche, den ich je gekauft habe, mit ziemlichem Abstand. Er ist wahrscheinlich zu fein für mich. Aber für einen GT2 ist er gefahren worden. Was mir daran gefiel, ist, dass er kein Niedrig-Kilometerstand-Auto war, weshalb ich ihn tatsächlich kaufen konnte. Aber ich habe nicht viele dieser Kilometer draufgepackt. Es waren die beiden Vorbesitzer, die ihn als Alltagsfahrzeug genutzt haben. Das zeigt also, wie praktisch das Auto ist.“
Hier zeichnen wir die Geschichte des 911 GT2 nach.
1966 Porsche 911 Kurzheck
Magnus Walker über den Wagen:
„Dasist mein 1966er 911 in Irishgrün, eines der ersten Kurzheck-Fahrzeuge, die ich erworben habe. Er wurde, glaube ich, im Pelican Parts Forum inseriert, angeboten in Seattle. Also, was habe ich natürlich gemacht? Bin nach Seattle geflogen.
Ich buchte einen Hin- und Rückflug bei Southwest, kam um 9:00 Uhr morgens an einem verregneten Tag an. Der Besitzer des Autos holte mich am Flughafen ab, und wir fuhren zu einem unabhängigen Porsche-Spezialisten, John Walker (keine Verwandtschaft, nicht mal mit dem Whisky verwandt), der das Auto gewartet hat. Walker hob das Auto auf eine Hebebühne, und ich schaute nach, um sicherzugehen, dass es keine komplette Rostlaube war. Ich fuhr es herum, und zu diesem Zeitpunkt war es wahrscheinlich 10:30 oder 11:00 Uhr. Der Verkäufer fuhr mich zurück zum Flughafen, ich erwischte einen Flug um zwölf Uhr mittags und war wahrscheinlich gegen 15:00 Uhr wieder in LA. Das war's also: Ich kaufte ihn auf einem Blitztrip an einem verregneten Tag in Seattle.
Der 1966 Porsche 911 Kurzheck war Magnus Walkers Zeitmaschine: Zurück in eine Zeit ohne Handys. (Foto: RM Sotheby’s)
Ich habe nicht unbedingt nach einem grünen Auto gesucht. Das ist wirklich Porsches Variante von dem, was man British Racing Green nennen würde. Als deutsches Unternehmen konnten sie es wohl nicht so nennen, also ist Irishgrün das, was es ist. Er wurde einmal nachlackiert. Abgesehen davon hat er seinen originalen Motor mit matching numbers, und wie man sehen kann, den originalen Innenraum mit abgenutzten Teppichen. Ich liebe, wie das Lenkrad abgegriffen ist.
Als ich ihn bekam, war er auf Fuchs-Felgen, die nicht zeitgenössisch korrekt waren. Später habe ich diese Stahlfelgen draufgezogen, pulverbeschichtet in diesem Grauton, was eigentlich auch nicht ganz zeitgenössisch korrekt ist, aber nah dran, und ich fahre ihn ohne Radkappen. Es ist eines dieser Autos, das ein großartiges Beispiel dafür ist, alle Sinne anzusprechen. Bei 130 km/h bewegt es sich, weil es auf diesen hohen 70er-Reifen steht, die ziemlich schmal sind. Es gibt Seitenneigung, Karosserieflex, aber es ist mitreißend. Es fühlt sich einfach schneller an, als es ist.
Für mich ist dieses Auto wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Wir können nicht durch die Zeit reisen, aber wenn ich zurück ins Jahr 1966 will, ist das wahrscheinlich das Nächste, was ich erreichen kann. Es ist so etwas wie ein Zeitmaschinen-Auto.“
Im Video stellt Magnus den 911 vor und fährt ihn über die Straßen Kaliforniens:
2004 Porsche 911 GT3 (996)
Magnus Walker über den Wagen:
Ich scherze oft darüber, wie das Dach in der Garage 2016 undicht wurde und Wasser von der Decke tropfte. Und was ich damit meine, ist, dass das das erste Mal war, dass ich einen wassergekühlten 911 in der Garage hatte, was tatsächlich dieser 2004er 996.2 ist. Für mich war es bedeutsam, weil es der erste wassergekühlte Porsche und der erste wassergekühlte 911 war, den ich je besessen habe, inmitten eines Meeres von luftgekühlten Sport-911ern.
Der 996.2 GT3 war so etwas wie der Höhepunkt der frühen Generation von GT3s. Spätere 997er, 991er und 992er wurden irgendwie groß, aufgebläht, etwas klobig, und was ich als zu viel Rennwagen für die Straße bezeichne. Den 996.2 GT3 beschreibe ich oft als auf die Straße gemeißelt, er fährt wie ein Skalpell; er ist wie ein 911 Carrera RS 2.7 auf Steroiden, einfach mehr Leistung. Alles ist hochgeschraubt, aber er ist immer noch gerade auf der richtigen Seite, die perfekte Menge Rennwagen für die Straße zu sein. Er ist wendig, er ist ausbalanciert, er ist wirklich direkt. Er lenkt super, super scharf und schnell ein. Man fühlt sich wirklich verbunden und engagiert mit dem Auto.
Wassereinbruch bei Magnus Walker: Der 996 GT3 war sein erster wassergekühlter 911. (Foto: RM Sotheby’s)
Und das war es, was ich daran liebte auf dieser ersten Fahrt, ich glaube, es war so im August 2016. Ich bin mit Alex Sharky (vom Porsche GT2- und GT3-Spezialisten Shark Werks) zur Monterey Car Week gefahren und habe das Auto dann einfach zurückgefahren. Ich denke, es war ziemlich genau so einfach.
Jedenfalls, gleich als ich es zurückbekam, ließ ich meinen Kumpel Matt Bown von Alchemy Paint die Haube schwarz machen, die vordere untere Spoilerlippe orange, und dann diese sehr von Brumos inspirierten zweifarbigen blauen Streifen hinzufügen, die von den hinteren Blinkern bis ganz nach vorne durch den vorderen Kotflügel laufen. Er hat einige Carbon-Einsätze, ein Carbon-Lenkrad, kam mit diesen Porsche-Werks-Renn-Schalensitzen und dem Porsche-Werks-Überrollkäfig zum Einschrauben.
Es ist eines dieser Autos, das einfach großartig ist in allem, was es tut. Und seltsamerweise ist es für ein 20 Jahre altes Auto immer noch eine effektive Waffe.“
Hier haben wir die Geschichte des GT3 vom 996 bis heute erzählt.
1974 Porsche 911 Carrera Flach- und Breitbau-Umbau
Magnus Walker über den Wagen:
„Ich habe den Überblick verloren, wie viele Porsches ich besessen habe, aber ich erinnere mich an den allerersten Porsche, den ich je gekauft habe: ein roter Flachbau-Umbau, den ich 1992 kaufte, als ich 25 Jahre alt war. Dieses Auto repräsentierte für mich einen wahr gewordenen Traum und das erste Gefühl von irgendeiner Art von Erfolg, nachdem ich den Traum gehabt hatte, einen Porsche zu besitzen, und dieses Ziel endlich verwirklichte. Das hier ist nicht dieses Auto, aber ironischerweise ist es ein roter 1974er Flachbau-Umbau.
Der Flachbau-911 ist eines dieser Dinge, die man entweder liebt oder hasst. Ich liebe sie. Die Geschichte des Flachbaus geht zurück zu den Kremer-Brüdern in den 70ern, als sie die Le-Mans-siegreiche 935-Flachbau-Breitbau-Silhouette in einen Straßenwagen umwandelten. Das war mehrere Jahre bevor Porsche tatsächlich ein Flachbau-Bodykit über sein damaliges Sonderwunsch-Programm anbot. Ziemlich unglaublich, wenn man zurückdenkt, dass Porsche anfangs keinen Flachbau-Umbau für seinen Turbo anbot. Der einzige Weg, einen zu bekommen, war, zu einem Aftermarket-Aufbauer oder Tuner zu gehen, jemandem wie DP, Kremer, Gemballa, Strosek oder einem dieser Hinterhof-Aufbauer, die in den frühen 80ern verbreitet waren, besonders in LA. Ich habe Geschichten gehört von Leuten, die buchstäblich brandneue Turbos vom Händler kauften und sie dann in Aftermarket-Karosseriewerkstätten brachten, um Flachbau-Umbau-Bodykits montieren zu lassen. Leistungstechnisch macht es keinen Unterschied. Es ist ein Bodykit, egal ob es vom Werk gemacht wird, von einem unabhängigen Spezialtuner oder irgendeinem Hinterhof-Aufbauer.
Also, dieses spezielle Auto: Vor vielleicht fünf oder sechs Jahren fing ich an zu denken, dass es wirklich Zeit ist, einen zweiten Flachbau zu bekommen. Ich schaute mir werksoriginale Flachbauten an, ich schaute mir Hinterhof-Aufbau-Flachbauten an, modifizierte Flachbauten, und nichts hat jemals wirklich alle Kriterien erfüllt. Und wie das Schicksal es wollte, als ich aufgehört hatte zu suchen, bekam ich ironischerweise einen Anruf von Rob Dietz bei WOB Cars, und er sagte, er hätte einen Kunden, der einen verkauft. Ich fuhr raus, um ihn anzuschauen, und kaufte ihn. Er war der günstigste, den ich mir angeschaut hatte. Ich fuhr ihn nach Hause und dachte mir nicht viel dabei. Fuhr ihn ein paar Mal. Wir machten dann 2021 diese ikonische Aufnahme von meiner Schäferhündin Willow, die aus der Seite springt, die der Fotograf Daniel Malikyar aufgenommen hat (als Teil einer 2021er Fotoserie, die in der Santo Gallery ausgestellt wurde). Ich parkte ihn in der Ecke der Garage, denn obwohl ich mich nach einem gesehnt hatte, würde das eine steile Fahrt den rutschigen Hang der Leistungsmodifikation hinunter werden. Die Fahrgestellnummer entschlüsselt sich zurück zu einem 74er US Carrera, was einigermaßen begehrt ist. Aber dieses Auto hat nicht den Originalmotor: Es hat tatsächlich einen 2.7-RS-Spezifikation-MFI-Motor, aufgebaut auf einem 73er 911 E 2.4-Gehäuse. Also ist es schon so eine Art komplettes Frankenstein-Ding. Es braucht wirklich einen 500- bis 600-PS-Big-Turbo-Monster-Motor, der ihm Show und Go gibt, was mehr Fahrwerk bedeutet, größere Bremsen, einen frischen Satz Felgen und alles andere. Also habe ich das Projekt irgendwie gestoppt.
Wie der erste 911, den Magnus Walker 1992 kaufte: Roter Carrera von 1974 auf Flachbau umgerüstet. (Foto: RM Sotheby’s)
Aber hier kommt eine echte Schicksalswende in der Geschichte: Vor etwa neun Monaten bekam ich einen Anruf oder eine SMS von diesem älteren Typen, George Irgendwas, von dem ich vor 25 Jahren mal ein Auto gekauft hatte, der anrief, um mir etwas zu verkaufen, an dem ich nicht interessiert war und an das ich mich nicht mal erinnern kann. Aber er sagte: „Hey, ich habe diesen roten 911 gebaut, den du hast.“ Ich musste einen Moment nachdenken, und dann sagte ich: „Du meinst den 74er Flachbau?“ Er sagte: „Ja. Ich habe dieses Auto in den 80ern gebaut.“ Ich war immer etwas neugierig, wer dieses Auto gebaut hatte, und es stellte sich heraus, dass dieser Typ, den ich kannte, es vor fast 40 Jahren für einen Kunden gebaut hatte. Er fragte sogar, ob es noch den 73er 911 E 2.7 RS MFI-Spezifikation-Motor drin hat, was der Fall ist.
Und dann fragte ich ihn: „Hey, was ist das für ein Bodykit?“ Weil es eine Art Kombination aus einer 935-Rennwagen-Front und -Heck mit einem größeren Flügel ist. Es ist wirklich ein bisschen ein Frankenstein. Es ist ein Fiberglas-Kit, und es stellte sich heraus, dass das Bodykit von A.I.R. ist, American International Racing, die in den 80ern tatsächlich Porsche-Ersatz-Karosserieteil-Kits herstellten. Also fand ich die vollständige Geschichte des Typen, der es 40 Jahre zuvor gebaut hatte. Es ist ein passender Abschluss für die Geschichte eines Autos, dem ich hinterhergejagt bin und das mich gefunden hat.“
Hier haben wir die Porsche-Flachbau Geschichte erzählt.
1965 Porsche 912 Coupe Project by Karmann
Magnus Walker über den Wagen:
„Mein 912-Teilespender von 1965 ist ein tolles Beispiel für einen extrem frühen 912 mit Drei-Instrumenten-Cockpit und nicht verstellbaren Federbeinaufnahmen. Auf den Fotos kann man erkennen, dass die vordere Achsaufnahme fehlt. Dieses vordere Fahrwerksteil habe ich tatsächlich für einen meiner vielen sportlichen Kurzheck-Aufbauten verwendet.
Abgesehen davon braucht das Auto eine vordere Achsaufnahme und ein Nasenteil, aber das sind Teile, die man bekommen kann. Und alle anderen Teile – Kotflügel und alles andere – könnt ihr wahrscheinlich bei den 144 Teile-Losen ersteigern, die ich ebenfalls anbiete.“
1965 Porsche 912 Coupe Project by Karmann: Mit anderen Teilen aus der Auktion von Magnus Walker zu vervollständigen. (Foto: RM Sotheby’s)
1968 Porsche 911 Urban Outlaw Starter Kit
Magnus Walker über den Wagen:
„Das hier ist mit Abstand mein Lieblings-Los von allem, was ich verkaufe. Es ist das Outlaw-Starter-Kit zum Selberbauen, mit dem ihr eure eigene Traumversion eines kurzheckigen, sportlichen, R-inspirierten Hot Rods aufbauen könnt – basierend auf dem Spenderfahrzeug, einem 911 L von 1968 in der Originalfarbe Bahamagelb.
Zu diesem Los gehören: der 68er L, ein 2-Liter-Langblock aus einem 69er S, ein frühes 901-Getriebe, ein früher Scheel-Sitz, ein Ersatz-Armaturenbrett, ein Heckdeckel und eine Fronthaube mit toller Patina, ein klasse rechter Kotflügel, eine S-Stoßstange aus Fiberglas, hintere Stoßstangen, Lamellen-Lüftungsfenster, perforierte Fußstützen für die Bodenplatte, vier Minilites, einige Bremsscheiben, ein paar Bilstein-Stoßdämpfer – und nicht zu vergessen: meine eigenen Nike 277 SB Dunks. Aber da kommt noch mehr. Ich lege auch mein eigenes signiertes MOMO-Lenkrad obendrauf, komplett mit dem Outlaw-Hupenknopf.
Also, hier ist es. Das ist eure Chance, euren Traum-Hot-Rod zu bauen. Klar, etwas Montagearbeit wird nötig sein, und natürlich braucht er noch etwas Lack und Karosseriearbeit … und es wird wahrscheinlich das ein oder andere Teil geben, das ihr noch dazukaufen müsst und das nicht enthalten ist. Was ihr seht, ist, was ihr bekommt. Viel Glück!“
Do it yourself: Porsche 911 Urban Outlaw Starter Kit von Magnus Walker. (Foto: RM Sotheby’s)
Infos zur Auktion
Die Online-Auktion The Magnus Walker Collection findet vom 18. bis 24. März 2026 statt.
Zur Zeit gibt es noch keine Informationen über einzelne Lose, die verkauft werden.
Wer mitbieten möchte, kann sich hier bei RM Sotheby’s registrieren.
Wie gefallen euch die Modelle? Schreibt es gerne in die Kommentare.
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