911 GT3 Earls Court 51 Edition: Jubiläumsmodell 75 Jahre Porsche England

Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition

Seit 75 Jahren gibt es Porsche im Vereinigten Königreich. Der Sportwagenhersteller feiert das Jubiläum mit dem auf 51 Exemplare limitierten Sondermodell 911 GT3 Earls Court 51 Edition. Viele Detail erinnern an den ersten Porsche auf der britischen Insel, einen 356 von 1951.

Schon der Preis weist auf das Jubiläum hin: 251.951 Pfund. Die letzten vier Ziffern erinnern an das Jahr 1951. Damals stand auf der Earls Court Motor Show in London erstmals ein Porsche 356 auf britischem Boden. 75 Jahre später feiert Porsche Cars GB dieses Jubiläum mit einem auf 51 Exemplare limitierten Sondermodell: dem 911 GT3 Earls Court 51 Edition.

Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition Heck

Der Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition zeigt sich in der exklusiven Farbe Earls Court Green Metallic

Premiere auf historischem Boden

Seine Weltpremiere feierte das Sondermodell im Juni 2026, bei der Veranstaltung Icons of Porsche, Sunstede Silverstone Edition, rund um das Porsche Experience Centre und den Grand-Prix-Kurs von Silverstone.

Entworfen wurde das Auto von Porsche Cars GB gemeinsam mit der Porsche Exclusive Manufaktur in Stuttgart. Als Basis dient der 911 GT3 mit Touring-Paket. Die Wahl fiel bewusst darauf: Ein extrovertiertes Modell wie ein Turbo oder RS sollte es ausdrücklich nicht sein, sondern ein Auto, das die Fahrerorientierung des ursprünglichen 356 in die Gegenwart überträgt.

Hier haben wir die Geschichte des 911 GT3 nachgezeichnet.

Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition Seite

Basis für den Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition ist ein GT3 Turing.

Earls Court Green und ein Interieur wie 1951

Die auffälligste Zutat ist die eigens entwickelte Lackierung aus dem Programm Paint to Sample Plus: Earls Court Green Metallic. Der Grünton ist laut Porsche eine Anspielung auf die Farbe eines der 1951 in London gezeigten 356 und zugleich auf den britischen Motorsport jener Zeit. Aluminiumpartikel im Lack fangen das Licht ein und lassen den Ton je nach Beleuchtung changieren.

Als Kontrast zeigen sich der Frontstreifen, die Spiegel und die Türgriffe in Brillantsilber. Die Räder sind zweifarbig in Brillantsilber und Earls Court Green metallic gehalten.

Im Innenraum setzt sich die Hommage fort. Porsche kombiniert Leder in Nachtgrün und Kreide mit Cord, ergänzt um Ziernähte in Nachtgrün. Holzeinlagen aus Paldao mit Akzenten in Light Silver ziehen sich über Armaturenbrett, Türen und Mittelkonsole, auch der Schaltknauf ist aus Holz. Die Materialwahl verweist gezielt auf den 356.

Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition Innen

Innenraum des 911 GT3 Earls Court 51 Edition mit Samt und Leder in Nachtgrün.

Handgeschaltet, wie es sich gehört

Unter dem Blech bleibt der Wagen ein GT3. Wie schon der 356 schickt der 911 die Kraft eines hinten eingebauten Saugmotors über eine Handschaltung an die Hinterräder. Der Unterschied: Wo der 356 einen Vierzylinder-Boxer trug, arbeitet im 911 ein Sechszylinder.

Der 4,0-Liter-Saugmotor leistet 510 PS. Standardmäßig ist ein manuelles Sechsganggetriebe an Bord, das PDK gibt es ohne Aufpreis als Alternative. Mit Handschaltung beschleunigt der 911 GT3 Earls von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden und erreicht bis zu 312 km/h. Mit PDK sind es 3,4 Sekunden und 311 km/h.

Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition Schaltknauf

Geschaltet wird im 911 GT3 Earls Court 51 Edition von Hand mit Schaltknauf aus Schichtholz.

Liebe zum Detail

Die Handschrift der Exclusive Manufaktur zeigt sich in zahlreichen Feinheiten. Auf der Fahrerseite ziert eine geprägte 356-Silhouette die Armaturentafel, begleitet vom Leitspruch „driving in its purest form“, einer Übersetzung aus der historischen 356-Werbung.

Die Sonnenblenden tragen ein eingeprägtes Union-Jack-Motiv, die Kopfstützen das Logo „Earls Court 51“. Ein Emblem am Heck zitiert im Reutter-Stil die Stuttgarter Karosseriefabrik, die einst die Aufbauten des 356 fertigte. Selbst der mit Leder ausgekleidete vordere Kofferraum ist Handarbeit und benötigt laut Porsche bis zu 30 Stunden.

Hier findet ihr die 911-Sondermodelle mit dem höchsten Wertzuwachs.

Porsche 911 GT3 Earls Court 51 Edition Uhr

Mehr als ein Auto

Zu jedem Exemplar gehört ein eigens gestalteter Porsche Design Chronograph 1, dessen Zifferblatt von der Instrumentengrafik des 356 inspiriert ist. Dazu kommen eine Weekender-Tasche aus Leder in Night Green, ein Modell im Maßstab 1:18 sowie ein Bildband, der Entstehung und Entwicklung der Kleinserie dokumentiert.

Der grüne Begleiter: 356 von 1951

Als Brücke zur Vergangenheit präsentierte Porsche neben dem 911 einen restaurierten 356 aus dem Jahr 1951, in der selben Farbe. In der Szene ist der Wagen als ex-Betty-Haig-356 bekannt und stand über viele Jahre in der britischen Porsche-Zentrale und im Experience Centre.

Das ursprünglich silberne, linksgelenkte Fahrzeug kam in den 1950er-Jahren über einen US-Soldaten nach Großbritannien und gelangte in den 1970er-Jahren in die Obhut von Porsche Cars GB. Für die sogenannte Factory Recommission arbeitete die Manufaktur Sonderwunsch Classic bei Stuttgart rund zwölf Monate am Wagen. Der 1,1-Liter-Vierzylinder-Boxer mit 40 PS und das originale Fahrwerk blieben erhalten.

Viele Details verbinden die beiden Autos: der gleiche grüne Metalliclack, Leder und Cord im Innenraum, ein handgedrehter hölzerner Schaltknauf anstelle des Bakelit-Originals. Sogar ein zeittypisches Becker-Monza-Radio ist verbaut, allerdings um einen modernen AUX-Anschluss fürs Smartphone ergänzt.

Preis und Verfügbarkeit

Der 911 GT3 Earls Court 51 Edition ist auf 51 Exemplare limitiert und nur in Großbritannien erhältlich. Der Preis beginnt bei 251.951 Pfund (rund 292.000 €), inklusive des Porsche Design Chronograph 1, der Weekender-Tasche, des 1:18-Modells und des Bildbands.

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