TAG Heuer Carrera x Team Ikuzawa: Japanische Porsche-Historie
TAG Heuer legt die Carrera Chronograph x Team Ikuzawa auf, eine auf 150 Stück limitierte Sonderedition mit George Bamford und der japanischen Motorsportmarke Team Ikuzawa. Hinter dem Namen steht Tetsu Ikuzawa, der erste Japaner, der für Porsche als Werksfahrer antrat. Wir zeigen, was den Chronographen technisch auszeichnet und welche Porsche-Geschichte er erzählt.
Ein weißer Porsche 962 in einer Tiefgarage, davor eine Frau im roten Rennanzug. Die Bilder, mit denen TAG Heuer am 30. Juli seine neue Sonderedition vorstellt, brauchen keine Erklärung. Wer den Namen Ikuzawa kennt, weiß, warum dort ein Porsche steht und kein anderes Auto. Die Uhr selbst ist auf 150 Exemplare limitiert und kostet 10.450 Euro.
Designerin Mai Ikuzawa, Tochter von Rennfahrer Tetsu, arbeitete für den Chronograph mit TAG Heuer zusammen.
Warum in dieser Geschichte ein Porsche steht
Tetsu Ikuzawa, geboren 1942 in Tokio, mietete für den Großen Preis von Japan 1967 einen Porsche 906 beim Importeur Mitsuwa Motors, weil er kein Werkscockpit bekam. Im Qualifying umrundete er als erster Fahrer überhaupt den Fuji Speedway unter zwei Minuten. Das Rennen gewann er.
Der Erfolg blieb in Zuffenhausen nicht unbemerkt. Ein Jahr später saß Ikuzawa beim Sechs-Stunden-Rennen in Watkins Glen im Porsche 908 des Werksteams, neben Hans Herrmann und Jo Siffert. Er gilt damit als erster Japaner, der Porsche als Werksfahrer vertrat. Später folgten ein 917K aus dem Besitz von David Piper und 1980 ein Le-Mans-Start im Kremer-935 K3.
TAG Heuer Carrera Chronograph x Team Ikuzawa: Hommage an den japanischen Motorsport.
Porsche-Fans kennen ihn aber wahrscheinlich über ein Foto von 1969: Ikuzawa, lange Haare, Sonnenbrille, bodenlanger Fellmantel, an einem signalgelben 911 Targa nahe dem Londoner Regent's Park. Wie Porsche im Kundenmagazin Christophorus berichtete, war es kein Auftrag, sondern der Einfall eines Freundes mit neuer Kamera. Den Wagen verkaufte Ikuzawa später und fand ihn nach Jahren schwarz überlackiert in einer Scheune wieder.
Heute führt seine Tochter Mai Ikuzawa die Marke Team Ikuzawa als Team Principal und Creative Director. Aus dem Rennstall ihres Vaters ist eine Plattform geworden, die über Kooperationen in Mode, Kunst und Luxus funktioniert. Das Zeichen ist geblieben: ein Mandschurenkranich mit roter Krone, der in den Sechzigern und Siebzigern auf Rennstrecken in Silverstone, Le Mans und am Nürburgring auftauchte.
Der Porsche 962 in den Farben des Team Ikuzawa erinnert an die goldene Ära des Motorsports.
Eine Stoppuhr als Vorlage
Für die Uhr haben TAG Heuer und Mai Ikuzawa erneut George Bamford vom Bamford Watch Department hinzugezogen. Es ist die zweite gemeinsame Edition mit TAG Heuer nach dem Auftakt 2023.
Die gestalterische Vorlage kommt diesmal nicht von einer Armbanduhr, sondern von einem Werkzeug: der Heuer Roadmaster, einer Stoppuhr aus der Motorsportvergangenheit der Marke. Solche Instrumente waren auf Grafik und Ablesbarkeit getrimmt, nicht auf Eleganz. Genau diese Sprache haben Ikuzawa und Bamford auf die Carrera übertragen.
TAG Heuer Carrera x Team Ikuzawa: Neben dem Stahlband gehört ein gelochtes weißes Band zum Lieferumfang.
Das Zifferblatt
Das Zifferblatt ist weiß und mit einem Clou-de-Paris-Muster strukturiert. Die Indexe sind aufgedruckt statt appliziert, was den Instrumentencharakter verstärkt. Der schwarze Flansch trägt eine Sechzigerteilung mit gedruckten Dreiecksindexen.
Rot taucht dort auf, wo es die Ablesbarkeit unterstützt: am zentralen Chronographenzeiger, an den lackierten Akzenten von Stunden- und Minutenzeiger, am Minutenzähler bei 3 Uhr und an den Ziffern der Datumsscheibe. Der Stundenzähler des Chronographen sitzt bei 9 Uhr, das Datum unten.
Der interessanteste Punkt liegt bei 6 Uhr. Dort steht der Schriftzug Team Ikuzawa, an einer Stelle, an der sonst die kleine Sekunde wäre. Möglich macht das das Manufakturkaliber TH20-10, das auf eine laufende Sekundenanzeige verzichtet. TAG Heuer verweist darauf, dass in den Sechziger- und Siebzigerjahren wertvoller Platz auf dem Zifferblatt regelmäßig für Teams und Partner freigehalten wurde. Ein Detail, das man erst schätzt, wenn man weiß, warum es fehlt.
TAG Heuer Carrera Chronograph x Team Ikuzawa: Zifferblatt mit Clou-de-Paris-Muster und roten Akzenten.
Gehäuse und Glasbox
Basis ist das 39 Millimeter große Modell Carrera Glassbox aus Stahl, satiniert und poliert. Die lünettenlose Konstruktion mit gewölbtem, beidseitig entspiegeltem Saphirglas gibt den Blick auf Zifferblatt frei.
Die Krone trägt einen rot lackierten Ring. Der verschraubte Gehäuseboden mit Saphirglas ist mit Team Ikuzawa und Bamford Watch Department beschriftet und individuell nummeriert. Die Wasserdichtigkeit liegt bei 100 Metern.
TAG Heuer Carrera Chronograph x Team Ikuzawa mit hochgewölbtem „Box“-Glas.
Drei Bänder und ein Werkzeugkasten
Serienmäßig kommt die Uhr am Stahlband mit wechselnd satinierten und polierten Gliedern. Beigelegt sind zwei weitere Bänder: ein perforiertes weißes Leder mit roter Naht, dessen Optik sich an klassischen Rennhandschuhen orientiert, und ein weißes Textilband mit roten Streifen in den historischen Teamfarben.
Ausgeliefert wird das Set in einer Verpackung, die einem Werkzeugkasten aus der Boxengasse nachempfunden ist. Darin liegen neben Uhr und Wechselbändern eine Reisehülle und mehrere Anhänger für Schlüssel.
TAG Heuer Carrera x Team Ikuzawa mit Werkzeugkoffer und drei Bändern.
Preis und Verfügbarkeit
Die Auflage beträgt 150 individuell nummerierte Exemplare. Als unverbindliche Preisempfehlung nennt TAG Heuer für Europa 10.450 Euro. Verfügbar ist die Uhr ab Juli 2026.
Weiterführende Informationen auf der ⇒ TAG-Heuer-Webseite
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Dieser auf nur 30 Exemplare limitierte besonders schöne 911 GT3 kombiniert jahrhundertealte japanische Handwerkstradition mit moderner Rennsporttechnik. Leider ausschließlich für Japan.