Pogea Racing PR964: Restomod vom Bodensee

Pogea Racing PR964 Porsche Restomod

Der Restomod PR964 von Pogea Racing aus Friedrichshafen auf Basis des 964 erinnert mit seinen spektakulären Formen an den Porsche-Rennwagen 934 aus den 1970er Jahren. Es stehen drei Antriebskonzepte zur Wahl, vom Sauger bis zum Biturbo mit rund 500 PS.

Vom Sauger bis zum Biturbo

Die Basisvariante bleibt beim luftgekühlten Sechszylinder ohne Aufladung, 3,6 Liter Hubraum, nach Herstellerangaben auf direktes Ansprechverhalten und lineare Leistungsentfaltung ausgelegt.

Darüber steht ein 3,6-Liter mit einfacher Aufladung und rund 400 PS. Die Spitze bildet ein Vierliter-Biturbo mit etwa 500 PS.

Pogea Racing PR964 Restomod Heck

Pogea Racing PR964 Restomod: Heck mit reichlich Luftzufuhr für den Motor.

Die Motorenentwicklung erfolgt gemeinsam mit dem Schweizer Spezialisten EGMO, die Abstimmung auf internen und externen Prüfständen.

Dass ein Anbieter drei Antriebe parallel anbietet, ist ungewöhnlich. Es passt zur Positionierung als Einzelanfertigung, bedeutet aber auch, dass jede Variante separat abgestimmt werden muss.

Pogea Racing PR964 Porsche Restomod Motor

Pogea Racing PR964 Motor: Der Restomod hat wahlweise Sauger, Turbo oder Biturbo mit bis zu 500 PS.

Der Aufbau: zurück auf die Rohkarosse

Jedes Fahrzeug beginnt laut Pogea mit der vollständigen Demontage des Spenderwagens. Die Karosserie wird chemisch entlackt und anschließend kathodisch tauchlackiert, also mit der KTL-Beschichtung versehen, die auch in der Serienfertigung als Korrosionsschutz dient.

Anschließend wird die Struktur digital vermessen. Auf Grundlage dieser Scandaten entstehen die neuen Komponenten. Das ist der Punkt, an dem sich der PR964 von einer Restaurierung unterscheidet: Nicht der Originalzustand ist das Ziel, sondern eine Neuinterpretation auf bestehender Basis.

Pogea Racing PR964 Restomod Front

Pogea Racing PR964 Restomod: Front mit klassischen und modernen Elementen.

Karosserie mit Anleihen beim 959

Die Formensprache orientiert sich an der Turbo-Linie, dem Rennwagen 934 und am 959, ohne sie zu kopieren. Die Karosserie ist verbreitert, wobei die Verbreiterung nicht nur optisch begründet ist: In die hinteren Seitenteile sind von Hand geformte Lufteinlässe integriert, die Antrieb und Bremsanlage mit Kühlluft versorgen.

Pogea Racing PR964 Restomod

Pogea Racing PR964 Restomod: Breitbau aus Carbon.

Die Carbonteile entwickelt und fertigt Pogea nach eigenen Angaben vollständig im Haus, von der digitalen Modellierung über den Formenbau bis zur Produktion.

Der Unterboden ist vollständig verkleidet. Bei einem luftgekühlten 911 ist das ein nennenswerter Eingriff, weil die Luftführung im Heck traditionell auch der Motorkühlung dient.

Für die Lackierung arbeitet Pogea mit Glasurit zusammen.

Pogea Racing PR964 Restomod Vorn

Pogea Racing PR964 Restomod: Carbonteile im Haus gefertigt.

Fahrwerk und Bremsen

Die Basis bildet ein Gewindefahrwerk von KW aus der Clubsport-Reihe, abgestimmt in Zusammenarbeit mit KW Automotive. Verzögert wird über eine Keramikbremsanlage.

Bemerkenswert ist der Ansatz, Fahrwerk und Bremsen unabhängig vom gewählten Antrieb zu entwickeln. Das soll sicherstellen, dass alle drei Varianten ein vergleichbares Fahrverhalten zeigen.

Pogea Racing PR964 Restomod

Pogea Racing PR964 Restomod: Keramikbremse und Gewindefahrwerk.

Innenraum

Im Interieur kombiniert Pogea Leder unterschiedlicher Herkunft mit Alcantara und Carbonflächen. Moderne Technik ist vorhanden, tritt aber bewusst zurück.

Details zur Ausstattung nennt die Firma nicht, was zum Konzept passt: Jedes Fahrzeug entsteht in Abstimmung mit dem Käufer, Fahrstil und geplante Nutzung fließen in die Spezifikation ein.

Pogea Racing PR964 Porsche Restomod Innenraum

Pogea Racing PR964: Der Innenraum des Restomods ist individualisierbar.

Wer dahintersteht

Pogea Racing sitzt in Friedrichshafen am Bodensee und ist bislang vor allem durch Umbauten italienischer Sportwagen bekannt geworden. Der PR964 entsteht unter der Sparte Pogea.classics.

Fazit

Der PR964 tritt in ein Segment, das gut besetzt ist. Die Wahl zwischen drei Antriebskonzepten ist dabei das eigenständigste Merkmal, weil sie dem Käufer die Grundsatzentscheidung überlässt, die andere Anbieter für ihn treffen: Luftgekühlt und ungefiltert, oder aufgeladen und schnell.

Wir bleiben an dem Thema dran und melden uns, sobald wir mehr wissen. Am liebsten mit einer Fahrt.

Weiterführende Informationen auf der ⇒ Pogea-Racing-Webseite



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