Peter Falk: Porsche-Urgestein stirbt mit 93 Jahren

Porsche-Urgestein Peter Falk gestorben

Am 23. Januar 2026 ist Peter Falk gestorben. Mehr als drei Jahrzehnte lang prägte er als Ingenieur und Rennleiter die Motorsportgeschichte von Porsche. Unter seiner Führung gewann das Werksteam sieben Mal die 24 Stunden von Le Mans und elf Weltmeistertitel.

Peter Falk wurde am 27. November 1932 als Sohn eines Archäologen in Athen geboren. Nach einer Lehre als Autoschlosser studierte er Maschinenbau mit Schwerpunkt Kraftfahrzeugtechnik in Stuttgart. Mit 23 Jahren bestritt er seine erste Rallye als Copilot und gewann prompt die Klasse. Es folgten Siege bei der Rallye Genf und der Internationalen Deutschland Rallye 1957.

1959 begann er als einer von nur zehn Mitarbeitern im Fahrversuch bei Porsche. Fünf Jahre später wechselte Falk in die Vorentwicklung und Rennbetreuung. Bei der Rallye Monte Carlo 1965 saß er als Copilot neben Herbert Linge beim ersten internationalen Renneinsatz eines Porsche 911. Von 237 gestarteten Teams erreichten nur 22 das Ziel. Falk und Linge wurden Fünfte.

Anfang Januar 2026 war schon Rennlegende Hans Herrmann gestorben.

Peter Falk und Herbert Linge 1965 beim ersten Renneinsatz des 911.

Le Mans, Daytona, Paris-Dakar

In den folgenden Jahrzehnten führte Falk den 911 auf Rennstrecken zu weltweitem Erfolg und trieb die Entwicklung vieler Modelle voran, vom 904 bis zum 917. Von 1973 bis 1981 wirkte er als Versuchsleiter in der Serienentwicklung der Baureihen 911, 924 und 928.

Als Rennleiter verantwortete er die großen Erfolge des Porsche 956 und 962 in der Gruppe C. Die Bilanz seiner Jahre an der Boxenmauer: sieben Gesamtsiege in Le Mans, fünf in Daytona, elf Weltmeistertitel und zwei Gesamtsiege bei der Rallye Paris-Dakar 1984 und 1986. Die Siege in Le Mans 1982 und bei der Paris-Dakar 1984 zählte er selbst zu seinen persönlichen Höhepunkten.

Wie Porsche die Rallye Dakar gewann und der Allrad in den 911 kam.

Porsche Paris Dakar 1986 Peter Falk

Peter Falk bei der Rallye Paris-Dakar 1986.

Ende der 1980er Jahre leitete Falk bis 1992 die Fahrwerkentwicklung und war an der Neuentwicklung des 911 der Generation 993 beteiligt.

Der Teamgedanke zuerst

Bei Rennfahrern und Kollegen galt Falk als außergewöhnlicher Theoretiker und Praktiker zugleich, der den Teamgedanken über persönliche Anerkennung stellte. Sein Motto: „Ich habe immer gesagt, ich bin selber gar nichts, aber mein Team muss gut sein. Und das ist das Wichtigste.“

Peter Falk, 356 B Super 90 Coupé, Tour d'Europe, 1962

Peter Falk 1962 mit einem Porsche 356 B Super 90 Coupé.

Weggefährten wie Walter Röhrl und Hans-Joachim Stuck hoben seine Ruhe, Besonnenheit und seinen feinen Sinn für Humor hervor.

Nach seinem Ruhestand 1993 blieb Falk dem Unternehmen eng verbunden. Er stand dem Porsche Museum als Zeitzeuge zur Verfügung und war regelmäßig auf Klassik-Veranstaltungen zu Gast.

Peter Falk wurde 93 Jahre alt.


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