Porsche Cayenne Electric Update: Elektrische Türen und Massage
Der vollelektrische Cayenne bekommt zum Modelljahreswechsel mehr Optionen. Porsche öffnet ihn für „Farbe nach Wahl“ und führt gleich zwei Techniken ein, die es im Cayenne bisher nicht gab: elektrisch öffnende Türen und eine Massagefunktion, die Musik über den Sitz überträgt.
105 Lacktöne
Wer den Konfigurator kennt, weiß, wo der Cayenne Electric bisher stand: 13 Serienfarben, sortiert in die Kategorien Contrasts, Shades, Dreams und Legends. Solide, aber für ein Modell dieser Preisklasse überschaubar.
Mit dem Modelljahreswechsel wird der Cayenne Electric Teil des Programms „Farbe nach Wahl“ (PTS) der Porsche Exclusive Manufaktur. Zusammen mit den bestehenden Farbkreationen ergibt das ein Spektrum von 105 verfügbaren Lacktönen. Beim Cayenne kostet PTS 9.686 Euro.
Beim Cayenne Electric nun bestellbar: „Farbe nach Wahl“ auch als PTS (Paint to Sample) bekannt.
Elektrisch Türen
Man kennt es von Rolls-Royce, jetzt bietet Porsche zum ersten Mal elektrisch öffnende Türen an, und das vorne und hinten. Servomotoren übernehmen das Öffnen und Schließen, ein kurzer Zug am Türgriff genügt, den Rest erledigt die Technik.
Bedienen lässt sich das auf mehreren Wegen: über Taster im Innenraum, über die Türgriffe, über das Flow Display des PCM und aus der Distanz über den Porsche Digital Key. Der Fahrer kann seine Tür außerdem schließen, indem er sich anschnallt oder das Bremspedal drückt.
Technisch interessant ist, dass die Systeme stufenlos arbeiten und den Vorgang auch an Steigungen unterstützen. Wer schon einmal an einem Hang gegen eine zufallende Tür gekämpft hat, weiß, dass das ein echter Vorteil ist.
Sensoren überwachen das Umfeld permanent und stoppen die Bewegung, sobald ein Hindernis oder eine Person erkannt wird. In Verbindung mit dem Ausstiegswarner unterbleibt das Öffnen auch dann, wenn sich von hinten ein Fahrzeug nähert. Die manuelle Bedienung bleibt jederzeit möglich.
Für die elektrischen Türen vorn und hinten verlangt Porsche 1.999 Euro.
Wir haben den Cayenne Turbo Electric mit 1.156 PS getestet und waren beeindruckt.
Auf Wunsch öffnet der Cayenne Electric die vorderen und hinteren Türen elektrisch.
Laden ohne Kabel
Der zweite Neuzugang heißt Porsche Wireless Charging. Statt ein Kabel anzuschließen, stellt man den Cayenne Electric über einer fest installierten Bodenplatte ab, und der Ladevorgang startet automatisch. Bisher ließ sich schon der Wagen nur mit Vorbereitung bestellen, nun ist auch die Fahrzeugplatte und die Bodenplatte für den Stellplatz erhältlich.
Das System besteht aus drei Komponenten: einer Vorrüstung am Fahrzeug, einer im Unterboden integrierten Empfangseinheit und der Bodenplatte am Stellplatz. Die Platte ist wetterunempfindlich und kann auch im Freien liegen.
Die Zahlen sind ordentlich. Die Energieübertragung erfolgt berührungslos mit bis zu 11 kW und einem Wirkungsgrad von rund 90 Prozent. Das entspricht dem, was eine gute Wallbox einphasig liefert, und die zehn Prozent Verlust sind der Preis für den Komfort. So lädt die Batterie von 0 auf 100 Prozent in rund elf Stunden.
Für die Sicherheit sorgen Bewegungssensoren und eine Fremdkörpererkennung. Gerät ein Lebewesen zwischen Fahrzeug und Bodenplatte oder liegt ein metallisches Objekt auf der Platte und erwärmt sich, wird der Ladevorgang unterbrochen. Für die Installation ist ein Starkstromanschluss mit 400 Volt nötig.
Alle Komponenten sind in Deutschland und weiteren europäischen Märkten ab sofort bestellbar. Die weltweite Einführung erfolgt schrittweise, geplant ist das Angebot in allen Porsche Connect Märkten mit Ausnahme von China.
Die Ausrüstung mit Fahrzeugplatte kostet 1.844,50 €. Zum Laden benötigt man dann noch die Bodenplatte für den Stellplatz, die mit 5.117 Euro zu Buche schlägt.
Wird der Cayenne Electric über der Bodenplatte geparkt, lädt er kabellos mit 11 kW.
Massage mit Musik im Sitz
Die neue Massagefunktion arbeitet mit 4D Audio. Fahrer- und Beifahrersitz verfügen über jeweils 16 Luftkissen und sechs Soundaktuatoren in Rückenlehne und Sitzkissen.
Fünf Massageprogramme stehen zur Wahl, jeweils mit zuschaltbarer Vibrationsmassage in unterschiedlichen Intensitätsstufen. Die Soundaktuatoren im Sitz übertragen dabei Tiefen direkt in den Körper, woraus Porsche ein vierdimensionales Musikerlebnis ableitet.
Programm und Intensität lassen sich über das Zentraldisplay einstellen, ebenso Verteilung und Stärke der Vibrationen. Die 4D Audio-Funktion arbeitet auf Wunsch auch unabhängig von der Massage. Eingebunden ist das Ganze zudem in die Mood Modes, zu denen drei zusätzliche Wellness Mood Modes kommen.
Inklusive Sitzbelüftung kostet das System 2.582 Euro. Allerdings gibt es die 4D-Massage nur in Kombination mit 14-Wege-Komfortsitzen, Bose und dem Ambiente-System Mood Modes, sodass bei Cayenne und Cayenne S insgesamt 5.414 Euro, beim Turbo 2.820 Euro fällig werden.
Porsche Cayenne Electric 4D-Audio-Massage: 16 Luftkissen und sechs Soundaktuatoren in Rückenlehne und Sitzkissen.
Alle Optionen können ab sofort bestellt werden.
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