TAG Heuer Formula 1 x Gulf: Die Farben des Porsche 917 am Handgelenk
Es gibt Farbkombinationen, die jeder Porsche-Fan sofort einordnet, noch bevor ein Modellname fällt. Hellblau und Orange gehören dazu. Wer diese Töne sieht, denkt an den 917, an Le Mans, an eine Ära, in der Porsche endgültig vom Klassensieger zum Gesamtsieger wurde. Genau diese Farben trägt eine neue Uhr ans Handgelenk: die TAG Heuer Formula 1 Automatic Chronograph x Gulf.
Die Gulf-Lackierung wurde nicht dezent entworfen, sondern um aufzufallen: aus der Distanz, bei Hitze, bei Höchsttempo. Ursprünglich lief sie auf den Ford GT40, mit denen John Wyers Team 1968 und 1969 in Le Mans siegte. Ihre bis heute berühmteste Bühne fand sie aber auf einem Porsche.
Ab 1970 setzte Wyers Mannschaft, offiziell John Wyer Automotive Engineering, den neuen Porsche 917 in Hellblau und Orange ein. Der von Hans Mezger konstruierte Zwölfzylinder-Motor, die extreme Geschwindigkeit und die grelle Lackierung ergaben ein Bild, das sich ins kollektive Gedächtnis gebrannt hat.
Zwar blieb dem Gulf-917 der Gesamtsieg ausgerechnet in Le Mans verwehrt. Porsches ersten Le-Mans-Gesamtsieg 1970 holte der rote 917 des Teams Porsche Salzburg. Über die Saison betrachtet aber dominierten die Gulf-917 die Sportwagen-Weltmeisterschaft nach Belieben, angefangen beim Doppelsieg schon im Debütrennen in Daytona.
TAG Heuer Formula 1 x Gulf: Titangehäuse mit schwarzen und orangefarbenen Akzenten.
McQueen, der 917 und Heuer
Zur Ikone wurde der Gulf-Porsche endgültig durch Hollywood. Steve McQueen stellte den 917 mit der Startnummer 20 ins Zentrum seines Films „Le Mans” von 1971 und verlieh der Lackierung damit weltweite Bekanntheit.
Und hier schließt sich für Uhrenliebhaber ein besonders schöner Kreis. Am Handgelenk trug McQueen in genau diesem Film eine Heuer Monaco. Der Rennwagen und die Uhr, beide aus derselben Szene, wurden zu zwei der bekanntesten Objekte der Motorsportkultur.
Die 1860 gegründeten Marke Heuer (1985 in TAG Heuer umbenannt) war im Rennsport ohnehin tief verwurzelt, mit der Zeitmessung als Kern. 1969, im selben Zeitfenster, in dem der Gulf-917 antrat, stellte Heuer mit dem Kaliber 11 eines der ersten automatischen Chronographenwerke vor. Die neue x-Gulf-Uhr stammt zwar aus der moderneren Formula-1-Linie, nicht aus der Monaco-Familie, doch das gemeinsame Fundament ist unverkennbar: Rennsport, Präzision, Geschichte.
Steve McQueen in „Le Mans“: Porsche 917 Gulf und Heuer Monaco Chronograph.
Zifferblatt mit Farbcodierung
Auf dem schwarzen Opalin-Zifferblatt laufen die beiden vertikalen Gulf-Streifen in Blau und Orange, eine direkte Anspielung auf die Wagen, die diese Farben berühmt machten. Ein blau lackierter Ring rahmt das Zifferblatt und schafft Kontrast.
Der Chronograph ist in diese Architektur eingebettet. Der 30-Minuten-Zähler sitzt bei zwölf Uhr und der 12-Stunden-Zähler bei sechs Uhr, beide mit orange lackierten Zeigern. Die kleine Sekunde bei neun Uhr trägt einen blauen Zeiger. Der zentrale Chronographenzeiger leuchtet in Orange, das Datum sitzt bei drei Uhr.
Die aufgesetzten, rhodinierten Indexe und die schwarz lackierten Stunden- und Minutenzeiger sind mit Superluminova belegt, das tagsüber weiß erscheint und nachts grün leuchtet.
TAG Heuer Formula 1 x Gulf: Chronographenzeiger in Rot.
Titan, Karbon und ein Hauch Orange
Beim Material wird die Rennsport-Nähe technisch. Das 44 Millimeter große Gehäuse besteht aus sandgestrahltem Titan Grade 2, das Festigkeit mit geringem Gewicht verbindet. Die feststehende Tachymeter-Lünette trägt einen Einsatz aus geschmiedetem Karbon mit Gulf-Schriftzug, dessen unregelmäßige Struktur jedes Exemplar zu einem Unikat macht.
Zwischen Gehäuse und Lünette sitzt ein oranger Ring, ein kleiner, bewusst gesetzter Farbakzent. Die verschraubte Krone bei drei Uhr ist schwarz beschichtet und mit einem orangen Ring lackiert, die Formdrücker tragen eine schwarze DLC-Beschichtung. Ein flaches, entspiegeltes Saphirglas schützt das Zifferblatt.
Angetrieben wird die Uhr vom automatischen Kaliber 16, das auf einem Sellita SW500 basiert. Der verschraubte Gehäuseboden ist mit dem Gulf-Logo graviert, die Wasserdichtigkeit gibt TAG Heuer mit 200 Metern an. Das Titanband mit Faltschließe rundet den Auftritt ab.
Verfügbarkeit, Limitierung und Preis
Die TAG Heuer Formula 1 Automatic Chronograph x Gulf ist auf 1.000 Exemplare limitiert und wird in einer Verpackung in den Gulf-Farben ausgeliefert. Erhältlich ist sie seit dem 3. Juli 2026. Der Preis in Europa liegt bei 6.300 Euro.
Damit positioniert sie sich am oberen Ende der Formula-1-Linie, was angesichts von Titan, geschmiedetem Karbon und der Limitierung nachvollziehbar ist. Bei TAG Heuer im Onlineshop ist der Chronograph bereits ausverkauft, er ist aber noch bei verschiedenen Händlern verfügbar.
Bei TAG Heuer gibt es weitere Infos.
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Mit der Monaco Speed 12 interpretiert TAG Heuer die durch Steve McQueen berühmt gewordene Monaco neu. Ein Zwölfzylinder, wie ihn auch McQueens Porsche 917 besaß, ist für die Zeitanzeige zuständig.