TAG Heuer Monaco Speed 12: Zwölfzylinder fürs Handgelenk
Mit der Monaco Speed 12 interpretiert TAG Heuer die von Steve McQueen berühmt gemachte Monaco neu, diesmal aber nicht als Chronograph. Stattdessen steckt im quadratischen Gehäuse ein Zwölfzylinder, wie ihn auch McQueens Porsche 917 im Film „Le Mans“ besaß. Für jede Stunde ist bei der ungewöhnlichen Zeitanzeige der spektakulären Monaco Speed 12 ein Kolben zuständig.
Als die revolutionäre Heuer Monaco 1969 auf den Markt kam, war sie nicht nur der erste wasserdichte, quadratische Chronograph, sondern wurde auch von einem der ersten automatischen Chronographenwerke der Welt angetrieben. Das Calibre 11 hatte Heuer gemeinsam mit Breitling, Büren und Dubois Dépraz entwickelt. Schnell wurde die Monaco bei Rennfahrern und Motorsportfans beliebt. Weltberühmt wurde sie am Arm von Steve McQueen, der sie im Rennfilm „Le Mans“ am Steuer eines Porsche 917 trug.
Gestaltet wie ein Zwölfzylinder: TAG Heuer Monaco Speed 12.
Zwölfzylinder
Wie einst der Porsche 917 besitzt die Monaco Speed 12 zwölf Zylinder. Anders als beim 180-Grad-V-Motor des 917 liegen sie sich aber nicht gegenüber, sondern sind sternförmig um das Zifferblatt angeordnet, sodass die Kolben die Stunden anzeigen können. In der Mitte sitzen vertikale Rillen, die an die Kühlrippen luftgekühlter Porsche-Motoren erinnern. Es sieht aus, als schwebe das Werk frei im Gehäuse. Tatsächlich halten es vier durchbrochene Brücken.
TAG Heuer Monaco Speed 12: Die Stundenanzeige übernehmen die Kolben den Zwölfzylinders.
Wie die Zeitanzeige funktioniert
Während ein konventioneller Zeiger die Minuten anzeigt, fällt die Stundenanzeige völlig aus dem Rahmen. Um 12 Uhr zeigt etwa der Kolben auf der 12-Uhr-Position die Zahl 12, alle übrigen Kolben zeigen eine Ausfräsung. Zur vollen Stunde dreht sich der 1-Uhr-Kolben blitzartig um eine Viertelumdrehung, sodass seine Zahl erscheint. Gleichzeitig dreht sich der 12-Uhr-Kolben ebenfalls um eine Viertelumdrehung und zeigt wieder seine Ausfräsung. Weil sich so stets zwei Kolben bewegen, einer für die vergangene und einer für die neue Stunde, steht immer nur die aktuelle Stunde an der richtigen Position.
10 nach 10 auf der Monaco Speed 12: Nur der Kolben der aktuellen Stunde zeigt die Stundenzahl.
Techniktransfer
Das Automatikwerk TH84-00 dahinter ist nicht völlig neu. Es wurde von La Fabrique du Temps entwickelt und kam bereits in verschiedenen Spin-Time-Modellen von Louis Vuitton zum Einsatz. Alle drei Unternehmen gehören zur LVMH-Gruppe. Das Werk arbeitet mit modernen 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, verfügt über 35 Lagersteine und kommt auf eine Gangreserve von 45 Stunden.
Das Automatikkaliber TH84-00 von La Fabrique du Temps treibt die Monaco Speed 12 an.
Leichtbau-Chassis
Das 40 Millimeter große Gehäuse besteht aus leichtem Titan Grade 5 und ist bis 30 Meter wasserdicht. Neben dem gewölbten Saphirglas besteht auch die Lünette aus Saphir, um noch mehr Licht auf den Motor zu werfen. Der Boden mit großem Saphirglasfenster erlaubt ebenfalls, das Werk zu betrachten.
Auch die Faltschließe besteht aus leichtem Titan. Das schwarze Kautschukarmband trägt eine Textilprägung und eine rote Ziernaht.
Der Leichbau-911: Der 911 S/T ist der leichteste Porsche 992.
Das 40 Millimeter große Gehäuse der Monaco Speed 12 besteht aus Titan.
Preis und Verfügbarkeit
TAG Heuer baut lediglich 50 Exemplare der Monaco Speed 12. Das Modell soll ab Dezember 2026 erhältlich sein und kostet 77.000 Euro.
Weitere Informationen und Bezugsquellen gibt es bei TAG Heuer.
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