Chopard Zagato Lab One Concept: Leichtbau fürs Handgelenk

Chopard Zagato Lab One Concept

In Zusammenarbeit mit dem legendären Karosseriebauer Zagato hat Chopard eine limitierte Konzeptuhr mit Tourbillon entwickelt, die Konstruktionsprinzipien aus dem Rennsport auf die Uhrmacherei überträgt. Das Ergebnis wiegt nur 36,5 Gramm.

Wenn Automobilbau und Uhrmacherei aufeinandertreffen, entstehen oft interessante Ergebnisse. Die neue Zagato Lab One Concept von Chopard geht dabei weiter als die meisten Kooperationen: Die auf 19 Stück limitierte Uhr übernimmt nicht nur optische Anleihen aus der Automobilwelt, sondern auch deren Konstruktionsprinzipien.

Rohrrahmen wie im Rennwagen

Das auffälligste Merkmal der Uhr ist ihre Rohrrahmen-Konstruktion. Diese Bauweise kennt man aus dem Rennsport, wo sie für maximale Steifigkeit bei minimalem Gewicht sorgt. Bei der Zagato Lab One Concept trägt ein solcher Rahmen das Uhrwerk. Statt klassischer Gehäusehörner verbinden offene, röhrenförmige Bügel die Uhr mit dem Armband. Diese Bügel lassen sich um bis zu 45 Grad schwenken, was den Tragekomfort erhöhen soll.

Chopard Zagato Lab One Concept schräg

Die beweglichen hohlen Bandanstöße der Chopard Zagato Lab One Concept verringern das Gewicht und erhöhen den Tragekomfort.

Für Chopard ist es das erste Mal, dass die Manufaktur aus dem schweizerischen Fleurier dieses Prinzip in eine Uhr überträgt. Die Idee stammt aus der Zusammenarbeit mit Zagato, dem Mailänder Karosseriebauer, der seit 1919 für seine leichten Aluminiumkarosserien auf Rohrrahmen-Chassis bekannt ist.

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Keramisiertes Titan aus der Luft- und Raumfahrt

Das 42 mm große Gehäuse besteht aus keramisiertem Titan. Dieses Material wurde ursprünglich für die Luft- und Raumfahrt sowie den Automobilbau entwickelt. Durch Plasmaelektrolytische Oxidation erhält das Titan eine Oberflächenhärte von 1000 Vickers, vergleichbar mit Keramik. Das macht die Uhr extrem kratz- und stoßfest, ohne das geringe Gewicht des Titans zu opfern.

Das Ergebnis: Mit Armband wiegt die Zagato Lab One Concept nur 43,2 Gramm, ohne Armband sogar nur 36,5 Gramm. Es ist die leichteste Titan-Uhr, die Chopard je gebaut hat.

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Tourbillon mit Stoßdämpfern

Im Inneren arbeitet das Kaliber L.U.C 04.04-L, eine Weiterentwicklung des 2010 vorgestellten Tourbillon-Kalibers Engine One. Auch hier besteht die Brücke und Hauptplatine aus keramisiertem Titan. Der Tourbillonkäfig ist aus Aluminium gefertigt, ein weiterer Beitrag zur Gewichtsreduktion.

Chopard Zagato Lab One Concept Werk

Das Chopard-Manufakturwerk ist in einem Gitterrohrrahmen aufgehängt.

Eine Besonderheit sind die integrierten Stoßdämpfer: Elastische Zwischenlager nach dem Vorbild von Silentblöcken aus dem Automobilbau dämpfen Vibrationen und absorbieren Stöße. Vier in den Gehäuserand integrierte Hebelarme erhöhen zusätzlich den mechanischen Schutz.

Die Gangreserveanzeige bei 12 Uhr ist wie eine Tankanzeige gestaltet, die durchbrochenen Stunden- und Minutenzeiger erinnern an Lenkradspeichen. Die Krone trägt eine gravierte Lenkrad-Abbildung.

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Dritte Zusammenarbeit von Chopard und Zagato

Die Zagato Lab One Concept ist das dritte gemeinsame Projekt von Chopard und Zagato. Karl-Friedrich Scheufele, Co-Präsident von Chopard und selbst Sammler klassischer Automobile, traf Andrea Michele Zagato bei der Mille Miglia, deren offizieller Partner Chopard seit 1988 ist. 2013 erschien der Mille Miglia Zagato Chronograph, 2019 der Mille Miglia Classic Chronograph Zagato 100th Anniversary Edition.

Die Limitierung auf 19 Exemplare verweist auf das Gründungsjahr des Karosseriebauers am 19. April 1919. Den Preis nennt Chopard nicht.

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