Chopard Mille Miglia Chronograph Speed Silver: Renntradition in Silber
Chopard bringt eine auf 100 Stück limitierte Edition des Mille Miglia Classic Chronographen exklusiv für den deutschen Markt. Das Zifferblatt in „Speed Silver“ greift die wohl berühmteste Farbe des deutschen Motorsports auf.
Im internationalen Motorsport des frühen 20. Jahrhunderts trugen Rennwagen die Nationalfarbe ihres Landes: Rot für Italien, Grün für Großbritannien, Blau für Frankreich. Deutschland trat ursprünglich in Weiß an. Das änderte sich 1934, als Mercedes-Benz und Auto Union ihre Grand-Prix-Wagen im blanken Aluminium an den Start brachten. Die Legende erzählt, dass der Mercedes W 25 vor dem Eifelrennen 1934 auf dem Nürburgring ein Kilogramm über dem erlaubten Maximalgewicht von 750 Kilogramm lag. Rennleiter Alfred Neubauer soll daraufhin seine Mechaniker angewiesen haben, über Nacht die weiße Lackierung abzuschleifen. Am nächsten Morgen glänzte das rohe Aluminium, der Wagen war im Limit, und die „Silberpfeile” waren geboren.
Die Verbindung zu Porsche ist dabei direkter, als viele wissen: Ferdinand Porsche konstruierte die Rennwagen der Auto Union, die neben Mercedes als zweiter deutscher Silberpfeil die Rennstrecken dominierten. Sein revolutionäres Mittelmotor-Konzept mit Sechzehnzylinder-Kompressormotor war der technische Gegenpol zu den klassischen Mercedes-Frontmotorwagen. Auch der Stromlinien-Rekordwagen von Mercedes-Benz wurde vom Konstruktionsbüro Porsche entwickelt.
Von Porsche entwickelter Silberpfeil: Grand-Prix-Rennwagen Auto Union Typ 22 von 1934.
Chopard greift diese Tradition nun mit einer Serie länderspezifischer Editionen auf: Speed Silver für Deutschland, Grün für Großbritannien (in Anlehnung an British Racing Green) und Blau für Frankreich (nach dem Bleu de France). Jede Edition ist auf 100 Stück limitiert und exklusiv im jeweiligen Land erhältlich.
Rennsport-Ästhetik
Das silberfarbene Zifferblatt des Mille Miglia Classic Chronograph Speed Silver soll an die matte Oberfläche der Silberpfeil-Karosserien erinnern. Die grauen Zahlen und Skalen setzen Akzente. Im Zentrum sitzt das rote, pfeilförmige Mille-Miglia-Logo, dessen Farbe die rote Spitze des Chronographen-Sekundenzeigers aufgreift.
Chopard Mille Miglia Classic Chronograph
„Speed Silver“
Das Gehäuse misst 40,5 Millimeter im Durchmesser und besteht aus Lucent Steel, einer Stahlegierung mit hohem Recycling-Anteil. Die Oberflächen wechseln zwischen poliert und satiniert. Die gerändelten Chronographendrücker sind von Fahrpedalen inspiriert, die Krone trägt eine Lenkrad-Gravur. Über dem Zifferblatt sitzt ein hochgewölbtes Saphirglas, das dem Chronographen Retro-Charakter verleiht.
Auf dem Saphirglasboden sind zwei gekreuzte Flaggen gedruckt: eine Zielflagge, die andere in Schwarz-Rot-Gold. Darunter arbeitet ein COSC-zertifiziertes Chronographenwerk mit Automatikaufzug und 54 Stunden Gangreserve. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des Eta-Kalibers 2894. Das schwarze Lederarmband ist perforiert, wie es für Fahreruhren typisch ist.
Mille Miglia Classic Chronograph „Speed Silver“: Eta-Werk, Flaggen und Limitierungsnummer.
Mille Miglia
Chopard ist dem historischen Straßenrennen Mille Miglia seit 1988 als Hauptsponsor und offizieller Zeitnehmer verbunden. Das Originalrennen führte von 1927 bis 1957 über rund 1.600 Kilometer von Brescia nach Rom und zurück. Heute wird die Mille Miglia als Gleichmäßigkeitsfahrt für historische Fahrzeuge ausgetragen. Die Mille-Miglia-Kollektion von Chopard gehört zu den bekanntesten Uhrenlinien mit Motorsport-Bezug.
Porsche gehört zu den festen Größen in der Geschichte der Mille Miglia. Bereits 1952 nahmen die ersten Porsche 356 an dem legendären Straßenrennen von Brescia nach Rom und zurück teil und feierten Klassensiege. Legendär wurde die Mille Miglia 1954, als Hans Herrmann seinen flachen Porsche 550 Spyder noch unter einer sich schließenden Bahnschranke hindurchsteuerte, wobei er und sein Beifahrer Herbert Linge die Köpfe einziehen mussten. 1957 holte Porsche bei der letzten Austragung des Originalrennens einen dreifachen Klassensieg, angeführt von Paul-Ernst Strähle und Herbert Linge. Das Porsche Museum besitzt acht von vierzehn bei der Mille Miglia teilnahmeberechtigten Porsche-Typen und nimmt regelmäßig an der seit 1977 als Gleichmäßigkeitsfahrt ausgetragenen Neuauflage teil. 2014 fuhr Wolfgang Porsche mit seinem Sohn Ferdinand in einem 356 Speedster mit, während Rennlegende Jacky Ickx gemeinsam mit Chopard-Präsident Karl-Friedrich Scheufele einen Porsche 550 A Spyder pilotierte. Scheufele ist die Milli Miglia bereits 35-mal mitgefahren.
Hier stellen wir das auf 75 Exemplare limitierte Sondermodell 911 Belgian Legend für Jacky Ickx vor.
Chopard-Chef Scheufele mit „Speed Silver“-Chrono im Silberpfeil: Mit diesem Mercedes 300 SLR gewann Stirling Moss die Mille Miglia 1955 in Rekordzeit.
Verfügbarkeit und Preis
Der Mille Miglia Classic Chronograph Speed Silver ist auf 100 Stück limitiert und exklusiv in Deutschland erhältlich.
Er kostet 11.300 Euro.
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In Zusammenarbeit mit dem legendären Karosseriebauer Zagato hat Chopard eine Konzeptuhr entwickelt, die Konstruktionsprinzipien aus dem Rennsport auf die Uhrmacherei überträgt. Das Ergebnis wiegt nur 36,5 Gramm.