Blancpain Bathyscaphe: Jubiläumsmodell 70 Jahre
Blancpain legt zum 70-jährigen Bestehen der Bathyscaphe eine auf 300 Stück limitierte Edition auf. Vorbild ist ein Modell von 1968, mit 37,4 Millimeter Gehäusedurchmesser, meteorgrauem Zifferblatt und einem Manufakturkaliber mit 100 Stunden Gangreserve.
Die zivile Schwester der Fifty Fathoms
1953 stellte Blancpain die Fifty Fathoms vor, die erste echte Taucheruhr, entwickelt für Militäreinheiten und Berufstaucher. Drei Jahre später folgte die Bathyscaphe als zivile Interpretation.
Der Unterschied lag vor allem in den Proportionen. Die Fifty Fathoms maß gut 41 Millimeter im Durchmesser und war als robustes Instrument angelegt. Die Bathyscaphe kam mit 35 Millimetern und damit deutlich zurückhaltender daher, behielt aber die wesentlichen Merkmale einer Taucheruhr.
Blancpain-CEO Jean-Jacques Fiechter, selbst passionierter Taucher, ließ den Namen Bathyscaphe bereits 1953 schützen, also drei Jahre vor der Vorstellung des Modells.
Der Name selbst geht auf das Tiefseetauchboot des Schweizer Wissenschaftlers Auguste Piccard aus den Vierzigerjahren zurück.
Warum ausgerechnet 1968?
Für die Jubiläumsedition greift Blancpain auf ein Modell des Jahres 1968 zurück. Diese Ausführung gilt als eine der markantesten der Baureihe, mit ausgewogenen Proportionen und zurückhaltender Eleganz.
Marc A. Hayek, Präsident und CEO von Blancpain, ordnet das Modell so ein: Die Fifty Fathoms sei nicht ein einzelnes Modell, sondern eine ganze Familie, und die Bathyscaphe sei ein wichtiges Modell innerhalb dieser Familie.
Vorbild: Dieses Blancpain Bathyscaphe von 1968 diente als Inspiration für das neue Modell.
Das Gehäuse: 37,4 Millimeter
Die Neuauflage übernimmt den Durchmesser von 37,4 Millimetern und die Edelstahlkonstruktion des Vorbilds. Interessant ist, wie Blancpain dabei vorgegangen ist: Das Gehäuse wurde eigens um das Uhrwerk herum entwickelt, um die gewünschten Proportionen und den Tragekomfort zu erreichen.
Die Höhe beträgt 12,3 Millimeter, das Horn-zu-Horn-Maß 46,5 Millimeter, der Bandanstoß 18 Millimeter. Das schlanke Gehäusemittelteil sorgt dafür, dass die Uhr flacher wirkt, als die Zahl vermuten lässt.
Die Wasserdichtigkeit liegt bei 30 bar, also 300 Metern.
Das schmale Gehäusemittelteil lässt die neue Bathyscaphe flacher wirken.
Die Lünette
Wie beim Original besteht die Lünette aus Edelstahl und erstreckt sich als Ring bis zum Ansatz des gewölbten Box-Saphirglases. Dieses Gestaltungsmerkmal wurde für diese Uhr wiederbelebt.
Auch der schmalere Lünetteneinsatz der historischen Version, dünner als bei heutigen Bathyscaphe-Modellen, wurde beibehalten. Statt des ursprünglichen schwarzen Hesalits kommt nun eine Keramikring mit lackierten Ziffern zum Einsatz, was Widerstandsfähigkeit und Ablesbarkeit verbessert.
Ein Kugellagersystem mit 120 Zähnen sorgt für die leichte Drehbewegung.
Zifferblatt und Zeiger
Das Zifferblatt ist in Meteorgrau mit Sonnenschliff ausgeführt. Zeiger und Indizes haben Stabform und bestehen aus 18-karätigem Weißgold, belegt mit Super-LumiNova in einem Vintage-Farbton, der an die warmen Alterungsnuancen der damals verwendeten Leuchtmasse erinnert.
Auf dem Zifferblatt sitzt das historische Blancpain-Logo aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Das Werk: 100 Stunden Gangautonomie
Im Gehäuse arbeitet das Manufakturkaliber 1150 mit 3 Hertz, 28 Lagersteinen und 210 Bauteilen. Es misst 26,2 Millimeter im Durchmesser bei 3,25 Millimetern Höhe.
Die Gangreserve beträgt 100 Stunden, also gut vier Tage. Praktisch heißt das: Wer die Uhr am Freitag ablegt, findet sie am Dienstag noch laufend vor. Für eine Automatikuhr dieser Bauart ist das ein sehr guter Wert.
Die Spiralfeder besteht aus Silizium, was für antimagnetische Eigenschaften und Ganggenauigkeit sorgt.
Sichtbar wird das alles durch einen Saphirglasboden, den das Vorbild von 1968 noch nicht hatte. Blickfang ist der skelettierte Rotor aus 18-karätigem Gold, dessen Design von der ursprünglichen Fifty Fathoms inspiriert ist.
Das Manufakturkaliber 1150 mit dem Goldrotor kommt auf lange 100 Stunden Gangreserve.
Band und Lieferumfang
Geliefert wird die Uhr an einem handgenähten Kalbslederband in Schokoladenbraun mit Dornschließe. Es entwickelt über die Zeit eine natürliche Patina..
Die 300 Exemplare sind einzeln nummeriert und kommen jeweils in einem Peli-Case.
Die Uhr kostet 16.100 Euro.
Mehr Infos und Bezugsquellen gibt es auf der Blancpain-Webseite.
Wie gefällt euch das Modell? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Zweimal war Erik Brandenburg fast klinisch tot. Heute baut der Arzt alte Elfer für Rallyes um und fährt damit die Dakar. Warum ein 911 mit Heckantrieb in der Wüste besser ist als ein Geländewagen.