Porsche Design Custom-Built Programm für den Cayenne: Die Uhr zum SUV
Bisher war der maßgeschneiderte Uhren-Konfigurator von Porsche Design dem 911 vorbehalten. Jetzt dürfen auch Cayenne-Fahrer ihren Zeitmesser bis ins Detail auf ihr Fahrzeug abstimmen. Vom Lenkrad-Rotor über die Exterieurfarbe bis zum Armband aus dem originalen Fahrzeugleder. Wir haben uns das erweiterte Programm angesehen.
Als Porsche Design im Jahr 2020 das Custom-Built Timepieces Programm startete, war die Idee so simpel wie bestechend: Wer seinen 911 im Konfigurator bis ins kleinste Detail zusammenstellen kann, soll das auch mit seiner Uhr tun können. Der Uhren-Konfigurator wurde dafür eigens nach dem Vorbild des Fahrzeugkonfigurators aufgebaut. Das Ergebnis war ein mechanischer Zeitmesser, der so individuell ausfällt wie der Wagen, auf den er zugeschnitten ist..
Nun erweitert Porsche Design dieses Konzept. Passend zum Start des ersten vollelektrischen Cayenne ist das Programm erstmals auch für die Cayenne-Modelle verfügbar. Damit schlägt Porsche Design eine Brücke zwischen dem Luxus-SUV und dem Handgelenk. Für eine Baureihe, die seit ihrer Premiere 2002 maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg von Porsche beigetragen hat, ist das eine logische Erweiterung.
Zwei Uhren, unzählige Kombinationen
Zur Auswahl stehen zwei Modelle. Der Custom-Built Chronograph Cayenne arbeitet mit dem exklusiven Schweizer Kaliber Werk 01.100 und bietet neben der Stoppfunktion eine Datumsanzeige im Fenster. Der Custom-Built Globetimer Cayenne nutzt das Kaliber Werk 04.110, das über eine zweite Zeitzone verfügt. Eine praktische Komplikation für alle, die mit ihrem Cayenne oder ohne ihn viel unterwegs sind. Vor allem da sich hier der 12-Stunden-Zeiger für die Ortszeit mit den beiden Drückern einfach vor- und zurückstellen lässt, wenn man eine andere Zeitzone erreicht hat.
Den Porsche Design Custom-Built Globetimer haben wir hier getestet.
Der Porsche Design Custom-Built Globtimer Cayenne zeigt eine zweite Zeitzone an. Die Ortszeit lässt sich über die Drücker einstellen.
Beide Uhrwerke sind von der offiziellen Schweizer Kontrollstelle für Chronometer, der COSC, zertifiziert. Das ist bei Porsche Design Standard. Alle Zeitmesser entstehen in der neuen Porsche-eigenen Uhrenmanufaktur im schweizerischen Grenchen und werden dort von Hand gefertigt.
Hier geht es zu unserem Besuch in der neuen Porsche-Design-Manufaktur.
Das Gehäuse: Titan in zwei Ausführungen
Das 42 Millimeter große Gehäuse besteht bei beiden Modellen aus ultraleichtem und hautfreundlichem Titan. Das Material hat Porsche Design schon 1980 mit dem weltweit ersten Titan-Chronograph eingeführt.
Zur Wahl stehen zwei Oberflächen: eine glasperlgestrahlte Variante oder eine schwarze Titancarbidbeschichtung. Dasselbe gilt für die Lünette. Beim Chronographen lässt sich diese zusätzlich mit einer Tachymeterskala oder einer Minuterie bestellen.
Der wesentliche Unterschied im Aufbau: Der Chronograph trägt einen Saphirglasboden, durch den sich das Uhrwerk und der besondere Rotor betrachten lassen. Der Globetimer besitzt hingegen einen geschlossenen Titanboden, der sich per Lasergravur beispielsweise mit dem Schriftzug „Cayenne“ oder „Turbo“ individualisieren lässt. Beide Uhren sind bis 50 Meter wasserdicht.
Porsche Design Custom-Built Chronograph Cayenne in Titan mit schwarzer Beschichtung aus kratzfestem Titancarbid.
Wenn das Lenkrad zum Rotor wird
Hier liegt der eigentliche Reiz des Programms. Im erweiterten Konfigurator lassen sich nahezu alle Komponenten der Uhr auf das eigene Fahrzeug abstimmen. Der Aufzugsrotor des Chronographen ist dem Porsche-Lenkrad nachempfunden und in drei Ausführungen erhältlich. Wer also durch den Saphirglasboden blickt, sieht beim Aufzug ein Miniatur-Lenkrad rotieren.
Das Zifferblatt ist vom reflexionsarmen Cockpit inspiriert und auf optimale Ablesbarkeit unter allen Lichtverhältnissen ausgelegt. Die Zeiger gibt es in den Varianten „Performance” mit weißem oder „Essence” mit schwarzem Sekundenzeiger. Der wohl persönlichste Aspekt ist der Farbring, der das Zifferblatt umgibt: Hier stehen sämtliche Exterieurfarben des Cayenne und Cayenne Turbo zur Auswahl, einschließlich der individuellen Nuancen aus dem „Farbe nach Wahl“-Programm. So lässt sich der exakte Lackton des eigenen Wagens am Handgelenk tragen.
Der Porsche Design Custom-Built Chronograph Cayenne besitzt einen Aufzugsrotor im Design des Porsche-Lenkrads.
Armband aus Fahrzeugleder
Konsequent wird die Idee beim Armband fortgeführt. Die Lederarmbänder bestehen aus originalem Porsche Fahrzeugleder und -garn, in der kompletten Farbpalette des Cayenne-Interieurs. Wer also einen Cayenne mit Espressofarbenem Clublederinterieur mit Kontrastnähten in Pythongrün fährt, kann exakt diese Farbe für sein Uhrenarmband wählen. Alternativ steht ein ultraleichtes Titanarmband im jeweiligen Gehäuse-Finish zur Verfügung.
Dank eines integrierten Schnellwechselsystems lassen sich die Armbänder ohne Werkzeug in wenigen Sekunden tauschen. Wer mehrere Bänder besitzt, kann seine Uhr also je nach Anlass anpassen.
Porsche Design Custom-Built Chronograph Cayenne mit Armbandleder und Garn aus den Fahrzeugmaterialien.
Verfügbarkeit und Preis
Der custom-built Chronograph Cayenne und der Globetimer Cayenne sind in unter anderem in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Konfigurieren lässt sich die Uhr über den webbasierten Konfigurator auf der Porsche-Seite oder direkt in teilnehmenden Porsche-Zentren.
Wer einen neuen Cayenne konfiguriert, hat es noch einfacher: Am Ende der Seite sieht er links eine Vorschau der individuellen Uhr und kann darauf klicken, um den Timepice-Konfigurator mit den vorausgewählten Farben seines Cayenne zu öffnen. Der Preis hängt von der Konfiguration ab und beginnt bei 5.950 Euro.
Hier geht es zum Porsche Design Konfigurator.
Porsche am Arm für mehr Kunden
Das Custom-Built Timepieces Programm war schon mit dem 911 eine der durchdachtesten Crossover-Ideen zwischen Automobil und Uhr. Den eigenen Porsche am Arm und damit überall hin zu tragen, ist ebenso bestechend wie die vollständige Individualisierbarkeit der Uhr. Den Lackton des eigenen Porsche als Farbring, das Interieurleder als Armband, das Lenkrad als Rotor: Das ist ein Detailgrad, den keine andere Marke bietet. Die Erweiterung auf den Cayenne ist die logische Fortsetzung und erlaubt einer größeren Zielgruppe, die Zeitmesser dem eigenen Porsche anzupassen, denn der Cayenne ist eines der meistverkauften Porsche-Modelle.
Neben der Individualisierung haben die Uhren auch technisch einiges zu bieten: COSC-zertifizierte exklusive Uhrwerke, Titangehäuse und ein praktisches Schnellwechsesystem für die Armbänder. In Grenchen hat Porsche Design gerade eine hochmoderne Uhrenmanufaktur aufgebaut in der die Modelle von Hand montiert werden.
Wie gefällt euch das Modell? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Bisher war der maßgeschneiderte Uhren-Konfigurator von Porsche Design dem 911 vorbehalten. Jetzt dürfen auch Cayenne-Fahrer ihren Zeitmesser bis ins Detail auf ihr Fahrzeug abstimmen.