Nivada Antarctic Erotic: Pinguine in Bewegung
In den 1950er Jahren trugen Antarktis-Forscher Uhren von Nivada im ewigen Eis. Nun bringt die Schweizer Uhrenmarke die klassische Dreizeigeruhr Antarctic mit einer pikanten Komplikation auf der Rückseite.
Erotik ist nicht das erste, an das man denkt, wenn von der Antarktis die Rede ist. Nivada Grenchen bringt beides zusammen und kombiniert mit der Antarctic Erotic eine augenzwinkernde uhrmacherische Komplikation mit einem ernsten Anliegen: dem Schutz einer realen Pinguinkolonie in der Antarktis. Die Neuheit basiert auf der klassischen Antarctic mit 38 Millimetern Durchmesser.
Anzeige aus den 1950er-Jahren für die expeditionserprobte Nivada Antarctic.
Eine verborgene Animation
Auf den ersten Blick wirkt die Antarctic Erotic wie eine seriöse Alltagsuhr im Stil der historischen Antarctic-Linie. Wer sie jedoch umdreht und beginnt, sie aufzuziehen, entdeckt eine Überraschung: Im Saphirglasboden erwacht eine kleine Animation zum Leben, die ausschließlich beim Aufziehen sichtbar wird. Ein verspieltes Easter Egg, das nur dem Besitzer vorbehalten bleibt und sich nicht beiläufig zeigt.
Damit knüpft Nivada Grenchen an eine alte uhrmacherische Tradition an. Sogenannte erotische Uhren mit versteckten Szenen, Automaten und frechen Details haben in der Schweizer Uhrmacherei eine lange Geschichte. Diese Uhren waren immer dafür gedacht, entdeckt zu werden statt zur Schau gestellt zu werden, und genau diesen Geist greift die Antarctic Erotic auf, allerdings mit einem deutlich charmanteren und weniger anrüchigen Motiv.
Beim Aufziehen bewegen sich die Pinguine, eine Referenz an traditionelle erotische Automaten und das Markensymbol der Antarctic.
Pinguine als Logo
Das Tier auf dem Gehäuseboden ist kein Zufall. Die Geschichte der Antarctic-Linie ist eng mit der Polarexpeditionsära der 1950er-Jahre verknüpft. 1954 vorgestellt, war die Antarctic eine der ersten Armbanduhren, die den antarktischen Kontinent erreichte, und wurde 1955 und 1956 während der Operation Deep Freeze der US-Marine getestet. Auf den damaligen Fotos der Expeditionen waren Pinguine allgegenwärtig, weshalb sie auf den Gehäuseböden mehrerer historischer Nivada-Modelle als direkte Anspielung auf die Polarexpeditionen erschienen und zu einem dauerhaften Markensymbol wurden. Auch bei jüngeren Antarctic-Neuauflagen hat Nivada Grenchen die Tradition fortgeführt. Mit der Antarctic Erotic bekommt das historische Emblem nun eine verspielte neue Facette.
Die Nivada Antarctic Erotic zeigt sich am Arm als klassisches Modell mit historischem Vorbild.
Entwickelt von „Dr. Coldwater“
Konzipiert und konstruiert wurde die Animation von einem unabhängigen Uhrmacher, der hier unter dem Codenamen Dr. Coldwater auftritt. Im Inneren der Antarctic Erotic arbeitet ein modifiziertes Handaufzugskaliber Soprod P054, das angepasst wurde, um den Mechanismus auf der Rückseite anzutreiben, ohne dabei die Zuverlässigkeit für den Alltag zu beeinträchtigen.
Die zentrale Idee: Die Animation wird durch die natürlichste Interaktion mit einer mechanischen Uhr ausgelöst, nämlich durch das Aufziehen. Dafür wurde das Sperrrad neu bearbeitet und in ein Nockenprofil verwandelt, das die Aufzugsbewegung in eine vertikale Bewegung umsetzt. Diese treibt dann die Figur des Pinguins an. Eine elegante Lösung, die mit minimalem Aufwand ein maximales Aha-Erlebnis erzeugt.
Pinguine schützen
Über den verspielten Charakter der Uhr hinaus verfolgt das Projekt einen ernsthaften Zweck. In Partnerschaft mit Oceanites, einer der führenden Organisationen für die Pinguinbeobachtung in der Antarktis, hat Nivada Grenchen die Patenschaft für eine Kolonie von 21.000 Tieren übernommen, die bereits im Rahmen der Feldforschung der Organisation überwacht wird. Ein Teil des Projektbudgets fließt direkt in den Schutz und die Beobachtung dieser konkreten Kolonie.
Nivada Grenchen plant, im Lauf der Zeit regelmäßig Updates zu der Initiative zu teilen, mit Inhalten zu den Pinguinen selbst, der wissenschaftlichen Forschung und den Schutzmaßnahmen vor Ort. So soll eine greifbare Verbindung zwischen der Uhr und dem Engagement entstehen, die über eine reine Marketingbotschaft hinausgeht.
Die Antarctic Erotic ist mit verschiedenen Lederbändern oder einem Metallband erhältlich.
Tradition und Verantwortung
Mit der Antarctic Erotic gelingt Nivada Grenchen ein ungewöhnlicher Spagat: eine Uhr, die uhrmacherische Tradition mit einem zeitgemäßen Engagement verbindet, ohne sich dabei zu ernst zu nehmen. Uns gefällt das versteckte Augenzwinkern auf der Rückseite und die ernsthafte Patenschaft für eine reale Pinguinkolonie.
Die Nivada Antarctic Erotic kostet am Lederband 1.600 Euro.
Sie ist ab dem 30. April 2026 bei Nivada Grenchen verfügbar.
Wie gefällt euch das Modell? Schreibt es gerne in die Kommentare.
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